Jahresrückblick Teil 3: Fusionsinitiative sorgt für Emotionen

Die Gegner eines wiedervereinigten Kantons Basel treffen sich zu einem Anti-Fusionsfest. Die Befürworter reichen die Initiative ein, die im kommenden Herbst zur Abstimmung gelangen soll.

Alphornbläser am Fest zu 180 Jahre Baselland.

Bildlegende: Heimatliche Klänge am Fest zu 180 Jahre Baselland. zVg

Die Abstimmung über eine Kantonsfusion wirft ihre Schatten voraus. Im Sommer trafen sich die Baselbieter Fusionsgegner zu einem Volksfest. Dabei traten die frisch gewählten Regierungsräte Anton Lauber und Thomas Weber als prominente Redner auf. Die Fusionsbefürworter blieben im ablaufenden Jahr eher ruhig. Sie reichten dafür die notwendigen Unterschriften für ihre Volksinitiative ein.

Für Diskussionen sorgten im Sommer und Herbst auch mehrere Bauprojekte in Basel. Zunächst entbrannte ein heftiger Streit über das Projekt, das den Architekturwettbewerb für ein neues Universitätsspital-Gebäude gewann - für das Klinikum 2. Das Projekt eines Zürcher Architekturbüros stiess auf Kritik. «Ich würde mich schämen, so etwas abzuliefern», sagte etwa der Basler Stararchitekt Jacques Herzog.

Für Emotionen sorgte dann aber auch die Abstimmung über einen Central Park beim Basler Bahnhof SBB. Es gab einen ungewöhnlich emotionalen Abstimmungskampf - und auch hier schalteten sich prominente Architekten in die Debatte ein.