Jahresrückblick Teil 4: Fusion, Mondfest und der zweite Rocheturm

Im letzten Quartal des Jahres stimmten die beiden Basel über den Fusionsprozess ab, chinesische Sicherheitskräfte verhinderten eine Demonstration von Tibetern auf dem Münsterplatz und die Roche gab bekannt, dass sie in Basel einen zweiten Turm baut.

Am chinesischen Mondfest auf dem Münsterplatz wollte sich Basel von seiner besten Seite zeigen. Das Gegenteil traf jedoch ein. Tibetische Demonstranten wollten gegen das chinesische Regime protestieren, chinesische Sicherheitskräfte verhinderten dies jedoch. Regierungspräsident Guy Morin versuchte zu beschwichtigen, zeigte dabei jedoch zu wenig Haltung, so kritische Stimmen.

Zu dir oder zu mir?

Im September stimmten die beiden Basel über den Gegenvorschlag zur Fusionsinitiative ab. Das Resultat war wuchtig: Im Baselbiet sagten alle Gemeinden Nein, zum Teil mit 90 Prozent. «Das Nein zur Fusion ist kein Nein zur Zusammenarbeit mit Basel», beschwichtigte Regierungspräsident Isaac Reber. Ganz anders die Einschätzung von SVP-Präsident Oskar Kämpfer. «Baselland muss nun härter mit der Stadt verhandeln.»

«  Schnallen Sie sich an, da kommt einiges auf Sie zu. »

Severin Schwan
CEO Roche

Ein klares Bekenntnis zu Basel machte im Herbst die Roche. Sie verkündete, dass sie drei Milliarden in den hiesigen Standort investieren wolle. Unter anderem in einen zweiten Turm an der Grenzacherstrasse. Die Reaktionen auf die Ausbaupläne waren in der Politik durchgehend positiv. Auch die Bevölkerung zeigte sich meist erfreut, einzelne Anwohner äusserten jedoch Bedenken wegen Schattenwurf, Gentrifizierung und Verkehrslärm.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)