Jung-Politikerinnen gegen Frauen-Quote

Der Basler Grosse Rat will eine Frauen-Quote für öffentlich-rechtliche Betriebe. Dagegen hat sich ein Referendums-Komitee aus allen bürgerlichen Jungparteien formiert. Überraschend dabei ist vor allem eines: besonders viele junge Frauen kämpfen gegen die Frauen-Quote.

Fünf junge Frauen blicken stehend in die Kamera

Bildlegende: Junge Frauen aus allen bürgerlichen Parteien bekämpfen die geplante Frauenquote. SRF

Das Basler Komitee gegen die Frauen-Quote im Kanton, die der Grosse Rat einführen will, wehrt sich ganz grundsätzlich gegen eine Quotenregelung. Diese schade der Wirtschaft und entspräche nicht ihren liberalen Vorstellungen, betonen die jungen Politikerinnen und Politiker.

«Wir wollen keine Quoten-Frauen sein!»

Insbesondere die jungen Frauen des Referendum-Komitees nennen aber weiter Gründe, weshalb sie gegen die Frauen-Quote kämpfen. «Qualität soll vor Quantität stehen.», betont beispielsweise Diana Blome von den Basler Jungliberalen gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Weiter sagt sie: «Meine persönliche Fähigkeit soll entscheidend sein, um in ein Gremium gewählt zu werden und nicht mein Geschlecht.» Mit der Quoten-Regelung drohen Frauen in Verwaltungsräten als blosse Quoten-Frauen abgestempelt zu werden. Dies sei weder für die Karriere von Frauen, noch für deren Selbstvertrauen förderlich, sagen die jungen Politikerinnen.

Sie sind überzeugt, dass der Wandel auch ohne Quote kommt: «Es gibt immer mehr gut ausgebildete Frauen, die auch hohe Posten übernehmen können.», sagt Fabienne Beyerle von den Jungfreisinnigen Basel-Stadt. Eine Quote sei das falsche Mittel, denn mit der gut ausgebildeten Generation von jungen Frauen, würde sich das Problem von selbst entschärfen.