Konkurrenzkampf unter Spitälern

Das Spital Laufen schliesst eine ganze Bettenstation, das Bruderholzspital macht ein Stockwerk dicht. Regelmässig kommt die Frage auf, wie viele Spitäler die Region halten kann. Vorallem das Bruderholzspital muss seine Existenz immer wieder rechtfertigen.

Eingangsschild des Universitätsspitals Basel

Bildlegende: Die freie Spitalwahl zwingt das Basler Unispital und das Bruderholzspital zur Zusammenarbeit Juri Weiss

Die Spitaldichte der beiden Basel ist hoch, die Konkurrenz wegen der freien Spitalwahl stark. Das Bruderholzspital müsse notgeschlachtet werden, sagte der abtretende Grossratspräsident Daniel Goepfert in seiner Schlussrede. Dies «im Interesse der Zusammenarbeit und im finanziellen Interesse der beiden Kantone». Eine Idee, die beim Bruderholzspital auf Unverständnis stösst. Der Mediensprecher Urs-Peter Modespacher betonte, dass diese Diskussion für sie «irrelevant» sei. «Der Standort Bruderholz ist im Kanton Baselland ganz klar ein wichtiger Teil.»

Alle wollen grosses Stück vom Patientenkuchen

Dennoch bleibt die Frage, wie viele Spitäler in der Region überleben können. Die neue Spitalfinanzierung bringt mit sich, dass die Spitäler um Patienten konkurrieren. «Es wird sich zeigen müssen, ob alle Spitäler genügend Patienten haben, um überleben zu können», meint David Wüest-Rudin, der Mitglied der Gesundheitskommission des Grossen Rats war.

Kooperieren oder sterben

Insbesondere die Konkurrenz zwischen dem Basler Unispital und dem Bruderholzspital könnte zum Problem werden. Andreas Bitterli, Mediensprecher des Universitätsspitals Basel, betont: «Es kann nicht sein, dass wir in Konkurrenz stehen. Wir müssen kooperieren.» Gespräche über mögliche Kooperationen seien bereits im Gange.