Koreaner bleiben dem Badminton Swiss Open fern

15 Jahre lang haben die Spielerinnen und Spieler aus Südkorea die Badminton Swiss Open geprägt. Sie waren stets gute Anwärter auf Finalplätze. In diesem Jahr wollten die Profis nicht mehr nach Basel kommen.

Leeres Zimmer im Joggeli

Bildlegende: In der St. Jakobshalle hat es 15 Doppelzimmer, in den die KoreanerInnen bis anhin untergebracht wurden. SRF/Jeannine Borer

In diesem Jahr feiert das Badminton Swiss Open sein 25-Jahr-Jubiläum. In der 25-jährigen Geschichte hat sich das Turnier in der Basler St. Jakobshalle zu einem internationalen Grossanlass entwickelt. 300 Spieler aus 34 Nationen sind auch in diesem Jahr dabei.

Vor allem Spielerinnen und Spieler aus dem asiatischen Raum prägen seit einigen Jahren die Geschichte des Badminton Swiss Open. Chinesen, Indonesierinnen, Koreaner und Inder dominieren die Szene. In diesem Jahr fehlt aber eine dieser spielerisch starken Nationen: Die Südkoreaner.

Die Athletinnen und Athleten aus Südkorea wollten dieses Jahr nicht mehr kommen. Grund: Die Sanierung der St. Jakobshalle. In den letzten 15 Jahren haben die Koreanerinnen und Koreaner immer in einem Nebentrakt der Halle geschlafen und gekocht. Aufgrund des Umbaus konnte die Turnierdirektion den Nebentrakt nicht mehr zur Verfügung stellen.

«  Durch das Wegfallen einer starken Badminton-Nation haben Europäer mehr Chancen.  »

Charles Keller
Turnierdirektor

Da der Koreanische Verband seine Athletinnen und Athleten nicht in Basler Hotels unterbringen wollte, zog er die Konsequenzen: Er meldete seine Spielerinnen und Spieler in diesem Jahr nicht zum Turnier an. Die Turnierdirektion bedauert diesen Entscheid. Sagt aber, dass durch das Wegfallen einer starken Badmintonnation die Europäerinnen und Eropäer bessere Chancen hätten, sich in die Halb- und Viertelfinals zu spielen.