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Künstliche Befruchtung Neues Hightech-Labor: Das Unispital Basel erfüllt Kinderwünsche

Mann und Frau stehen im Eingangsbereich des Reproduktionszentrums.
Legende: Eingangsbereich des Reproduktionszentrums. zVg

Paaren, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, soll im neuen Zentrum für Reproduktionsmedizin des Universitätsspitals Basel (USB) geholfen werden. Am neuen Standort an der Vogesenstrasse hat das Zentrum mehr Platz als bisher zur Verfügung, aber auch ein Hightech-Labor. Dadurch verbesserten sich die Voraussetzungen, den Kinderwunsch zu erfüllen, ist das Universitätsspital überzeugt.

Das neue «Kinderwunschzentrum» entspricht den modernsten Erkenntnissen aus der Reproduktionsmedizin. Christian De Geyter, Chefarzt der neuen Klinik, möchte hier neben der künstlichen Befruchtung von Eizellen auch Grundlagenforschung betreiben: «Das Gebiet der Reproduktionsmedizin wird sich noch weiter entwickeln. Ich möchte bei der europäischen Spitzenforschung an vorderster Front dabei sein.»

Deutliche Steigerung erwartet

Der Zeitpunkt für die Eröffnung der neuen Klinik ist bewusst gewählt. Seit diesem Herbst ist in der Schweiz das neue Fortpflanzungsgesetz in Kraft. Dieses gibt den Medizinern mehr Möglichkeiten bei der künstlichen Befruchtung. Weil diese Techniken in der Schweiz bisher verboten waren, sind viele Paare für die Behandlung ins Ausland ausgewichen. Das ist jetzt nicht mehr nötig und auf diese potentiellen Patienten setzt man auch in der neuen Klinik.

Ich möchte bei der Spitzenforschung an vorderster Front dabei sein.
Autor: Christian De GeyterChefarzt für Reproduktionsmedizin

Während im USB bisher rund 700 künstliche Befruchtungen pro Jahr durchgeführt wurden, erwarten De Geyter bis ins Jahr 2030 fast mit einer Verdreifachung dieser Zahl. Die Nachfrage sei vorhanden. Pro künstliche Befruchtung berechnet das USB rund 5'000 Franken. Die Lebendgeburtenrate betrug rund 33 Prozent pro Behandlungsversuch. Mit den neuen Behandlungsmethoden dürfte sich diese Quote verbessern.

Die Umbauarbeiten für das neue Zentrum kosteten rund 10 Millionen Franken und dauerten 15 Monate.

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