Kulturchef Philippe Bischof reagiert auf Kritik am Kunstpreis

Für den neuen Basler Kunstpreis gibt es mehr Geld als für den alterwürdigen Kulturpreis, obwohl dieser die wichtigste Kultur-Auszeichnung des Kantons ist. Dies kritisierte Grossrätin Patricia von Falkenstein in einem Vorstoss im Parlament. Nun reagiert der Kanton und kürzt die Preissumme.

Die Künslerin mit Blumenstrauss, applaudiert unter anderem von Regierungspräsident Guy Morin und Kulturamtleiter Philippe Bischof.

Bildlegende: Die Malerin Miriam Cahn wurde im Oktober als erste Kunstpreisträgerin geehrt. Juri Weiss

Seit 1948 gibt es den Basler Kulturpreis. Er ist die wichtigste Auszeichnung für Kulturschaffende im Kanton. In diesem Jahr erhält Schriftsteller Alain Claude Sulzer den Kulturpreis mit der Preissumme von 20'000 Franken. Die Preisübergabe ist am Montagabend.

Obwohl der Kulturpreis der wichtigste Preis im Kulturbereich ist, den der Kanton vergibt, so ist er derzeit nicht mehr jener mit dem höchsten Preisgeld. Vor einem Monat verlieh der Kanton erstmals den Basler Kunstpreis. Die Künstlerin Miriam Cahn erhielt eine Preissumme von 25'000 Franken.

An der Preissumme störte sich die Basler LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein. Vor zwei Wochen kritisierte sie in einem Vorstoss im Grossen Rat, dass der neue Kunstpreis höher dotiert ist als der altehrwürdige Kulturpreis.

Kanton reagiert auf Kritik

Auf diese Kritik reagiert der Kanton nun. Kulturchef Philippe Bischof vom federführenden Präsidialdepartement sagt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Ich kann die Kritik verstehen - und wir werden bei der nächsten Vergabe des Kunstpreises die Preissumme heruntersetzen, so dass sie nicht mehr höher ist als jene des Kulturpreises.» Damit wolle der Kanton signalisieren, dass der Kulturpreis die wichtigste Kultur-Auszeichnung des Kantons sei.