Legionellen legen Hallenbad Muttenz lahm

Das Hallenbad Muttenz muss wegen Legionellen vorübergehend geschlossen werden. Warum sich überhaupt Legionellen, also Bakterien bilden konnten, wissen die Betreiber noch nicht.

Blick in ein Labor, wo in einem Gefäss Wasserproben genommen werden

Bildlegende: Untersuchung von Legionellen Colourbox (Symbolbild)

Das Hallenbad Muttenz muss vorübergehend geschlossen wegen. Das hat die Baselbieter Gesundheitsdirektion am Montag mitgeteilt. Das Bad bleibt mindestens eine Woche geschlossen.

Legionellen mögen stehendes Wasser

Der Grund für die Schliessung sind Legionellen. Das sind Bakterien, die sich im Wasser vermehren und beim Menschen eine schwere Lungenentzündung hervorrufen können. Die Krankheit ist auch bekannt unter der «Legionärskrankheit».

Legionellen kommen oft in alten Wasserleitungen vor. Trotzdem glaubt der zuständige Gemeinderat Joachim Hausemann, dass die alten Leitungen beim Hallenbad Muttenz nicht im Zusammenhang stehen mit den Legionellen: «Wir haben die Leitungen mit heissem Wasser durchgespült.» Wo genau die Ursache ist, wisse man heute noch nicht, sagt er. Spezialisten seine zurzeit auf Ursachensuche.

Technik in Muttenz ist womöglich veraltet

Das Problem in Muttenz ist womöglich die veraltete Technik. Im Muttenzer Hallenbad wird das Duschwasser im Technikraum gemischt. Das heisst: Das Duschwasser fliesst mit ungefähr 40 Grad durch die Leitungen. Ein Milieu, in dem sich die Legionellen wohl fühlen. Legionellen mögen vor allem Wasser mit einer Temperatur zwischen 30 und 45 Grad.

Bei neuen Badwasseraufbereitungsanlagen fliesst das Wasser in zwei Leitungen zur Dusche: in einer Heisswasserleitung und einer Kaltwasserleitung und wird erst vor Ort in der Dusche vermischt. Diese Technik verhindert die Bildung von Legionellen. «Gut möglich», so Hausemann «dass wir die Art der Wasseraufbereitung grundsätzlich überdenken müssen.»

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)