Liberale Öffnungszeiten für WM-Spiele in Basler Beizen

Während der Fussball-WM gelten für Basler Restaurants besonders liberale Regelungen. Fangen Spiele während den bewilligten Öffnungszeiten an, darf das Lokal für die Länge des Spiels offenbleiben. Dies gilt auch für Aussenbereiche auf der Allmend.

In einem dunklen Raum hat es rechts an der Wand eine Leinwand, auf welcher eine Fussballszene zu sehen ist. Im Dunkelns sind sehr viele Köpfe zu erkennen, die auf die Leinwand schauen.

Bildlegende: Public viewing im «Gare du Nord»: Fussball gemeinsam schauen macht mehr Freude. ZVG

Public Viewing mit riesigen Bildschirmen und einem kulturellen Rahmenprogramm sucht man in Basel während der Fussball-WM vergebens. Das heisst jedoch nicht, dass in Basel die Begeisterung für die Fussball-WM nicht vorhanden sei, erklärt André Frauchiger, Sprecher des Basler Tiefbauamtes gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Er hält vielmehr die liberale Bewilligungspraxis für Basler Gastbetriebe für den Hauptgrund: «Wenn eine Beiz oder ein Restaurant Platz auf dem öffentlichen Grund gemietet hat, ist es erlaubt, dieses Spiel zu Ende zu sehen, sofern das Spiel in der regulär bewilligten Öffnungszeit angefangen hat.»

Mit anderen Worten: Während der WM-Spiele dürfen die meisten Restaurants und Bars auch über die Polizeistunde hinaus offen bleiben, auch während Spielen, die erst um Mitternacht angepfiffen werden.

Bei den Basler Wirten kommt diese Bewilligungspraxis gut an. Wirte wie Bruno Zihlmann vom «Gare du Nord» haben sogar extra für die WM in ihre Infrastruktur investiert: «Wir haben im Konzertsaal eine grosse Leinwand, wir haben eine Bar mit einer Leinwand und sogar im Aussenbereich Bildschirme mit Leinwänden aufgestellt.»

Ein gutes Geschäft wittert auch Marco Fritsche, Mit-Inhaber vom Rockcafé «Ziczac» am Morgartenring: «Die WM bedeutet sicher eine Zusatzeinnahme. Wir haben im Sommer den Garten immer offen. Der Saal ist aber sonst zu. Während der Fussball-WM ist der Saal aber offen und daher ein Zusatz-Geschäft.»

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr