Verkehrsfluss Mit Wärmebildkameras gegen Ampelstress

Eine rote Ampel

Bildlegende: Am Ende hilft nur Geduld: Eine rote Ampel beim Schützenmattpark. SRF

Es gibt viele Mythen rund um die Ampel. Einer davon ist: Wer als Fussgänger mehr als nur einmal drückt, bekommt früher grün. «Das ist falsch», sagt Clemens Huber, Leiter Verkehrssteuerung beim Basler Amt für Mobilität. «Wer einmal gedrückt hat, wird vom System bemerkt, das geht deswegen nicht schneller.»

Schneller und präziser werden soll es in Zukunft aber mit neuen Erkennungsmethoden. Zurzeit werden in Basel nämlich Wärmebildkameras getestet. «Die Kameras sollen erkennen, wenn beispielsweise ein Velo an der Ampel wartet, und schnell auf grün schalten.» Das sei zwar mit den heutigen Sensoren schon der Fall, diese sind jedoch teuer und weniger genau.

Grüner Verkehr bevorzugt

Eine grundsätzliche Änderung der Verkehrsstrategie bringt diese Erkennungsmethode aber nicht. Vor allem Autofahrer müssen weiterhin viel Geduld aufbringen, denn der Kanton Basel-Stadt bevorzugt den öffentlichen Verkehr, Fussgänger sowie die Velos. Autofahrer müssen hinten Anstehen. «Das ist keine Erziehungsmassnahme, sondern die logische Folge der Verkehrspolitik», so Huber.

Kurzfristig sei es zwar nicht ökologisch, wenn die Autos an jeder Ampel halten müssen, denn bei der anschliessenden Beschleunigung wird viel Abgas ausgestossen. Langfristig gesehen, sei es aber umweltschonender, auf den öffentlichen Verkehr zu setzen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)