Nachhaltigkeitsbericht soll Regierungsarbeit messen

Ein ausführlicher Nachhaltigkeitsbericht zeigt, wie sich Basel-Stadt in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales entwickelt. Der Bericht dient erstmals auch als Grundlage für den neuen Legislaturplan.

Zwei Wohnhochhäuser im Basler Lehenmattquartier

Bildlegende: Basler Nachhaltigkeitsbericht lobt Wohnhochhäuser, weil sie weniger Land verbrauchen. Juri Weiss

Wie sauber ist die Luft in Basel? Wie sicher ist die Stadt oder wie steht es um die Chancengleichheit zwischen Mann und Frau? Diese und weitere Fragen beantwortet der ausführliche Nachhaltigkeitsbericht, den die Basler Regierung am Donnerstag präsentierte. Der Bericht gliedert sich in die drei Bereiche Wirtschaft, Soziales und Umwelt und zeigt anhand von Messungen und Statistiken auf, wie sich Basel-Stadt entwickelt.

Messlatte für die Regierungsarbeit

Regierungspräsident Guy Morin betont, dass der Bericht auch konkreten Nutzen bringen soll: «Wir wollen nicht einfach eine Hochglanzbroschüre präsentieren. Sondern wir wollen unsere Arbeit messen und Transparenz herstellen.» Erstmals wird der Nachhaltigskeitsbericht als Grundlage für den neuen Legislaturplan dienen.

Handlungsfelder definiert

Der Bericht zeigt auf, dass sich Basel zum Beispiel bei der Nettoverschuldung pro Einwohner gut entwickelt, dass sich die Luft- und Wasserqualität verbessert hat und dass die Zufriedenheit der Bewohner und Bewohnerinnen allgemein gestiegen ist. Er zeigt aber auch auf, dass bei der Jugendarbeitslosigkeit, bei der Kriminalität, beim CO2-Ausstoss und bei der Ansiedlung von neuen Firmen Handlungsbedarf besteht.

Planung läuft

Wie diese Erkenntnisse konkret im neuen Legislaturplan umgesetzt werden, kann Guy Morin noch nicht sagen: «Das muss ich Sie vertrösten. Wir sind noch daran, den Plan auszuarbeiten.»