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Neue Benotungsmethode Ein Video-Selfie für die Abschlussprüfung

Lehrerin vor Schülern
Legende: Die Abschlusslektion vor der Klasse muss von angehenden Lehrerinnen und Lehrern neu gefilmt werden. Keystone
  • An der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW gibt es neue Beurteilungsmethoden der Praktika.
  • Angehende Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe 2 müssen ihre Abschlusslektion selber filmen.
  • Anstatt einer Expertin oder eines Experten, die den Unterricht vor Ort im Klassenzimmer verfolgt, wird ein Handy oder eine Filmkamera aufgestellt.
  • Die neue Methode sorgt für Kritik bei den Studierenden aber auch bei Lehrerinnen und Lehrern.

Die angehenden Gymlehrerinnen und -lehrer müssen sich nicht nur filmen, sondern sich danach anhand der Filmaufnahmen selber reflektieren und eine eigene Beurteilung zusammen mit dem Film abgeben. Dann wird die Lektion von Experten ab Video zu einem spätern Zeitpunkt bewertet.

Bei den Studierenden sorgt diese Neuerung für Kritik und auch in Lehrerkreisen ist die Methode umstritten: «Mit einem Video können wichtige Softskills, wie zum Beispiel die Stimmung zwischen Lehrperson und Schülern, kaum beurteilt werden», sagt Jean-Michel Héritier, Präsident der Freiwilligen Schulsynode Basel-Stadt.

Ausgebildetes Expertenteam

Sebastian Jünger, Leiter Berufspraktische Studien an der Pädagogischen Hochschule der FHNW, widerspricht. Es handle sich um ein ausgebildetes Expertenteam, dass die sogenannten Videoportfolios beurteilt. Zudem werde die angehende Lehrperson vor und nach der Abschlusslektion begleitet. Und die Videobeurteilung habe noch weitere Vorteile: «Man kann Sequenzen zurückspulen und Teile der Abschlusslektion so auch mehrere Male begutachten.»

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