Nur wenig Kritik am Ozeanium

Kürzlich präsentierte die Fondation Weber ihre Ideen zum geplanten Ozeanium des Basler Zollis. Den Tierschützern schwebt eine virtuelle Erlebniswelt vor, in der auf lebendige Tiere verzichtet werden könnte. Basler Tierschutz- und Naturschutzverbände halten sich mit ihrer Kritik am Ozeanium zurück.

Zwei Personen sitzen vor einen grossen Auquarium. Man sieht beide von hinten, sie sitzen im Dunkeln und aus dem Aquarium kommt Licht. Ein grosser Fisch schwamm vorbei, man sieht ihn leicht seitlich von hinten.

Bildlegende: Im Ozeanium sollen auch grosse Meerestiere zu sehen sein. Zoo Basel

Für den WWF gehöre es nicht zu seiner Kernaufgabe, Projekte zu verhindern. Zum Ozeanium möchte daher niemand Stellung beziehen. Der WWF sei primär eine Organisation zur Erhaltung der verschiedenen Tierarten und ihrer Lebensräume und daher nicht für den Tierschutz zuständig.

Zuständig wäre der Tierschutz beider Basel. «Wir werden den Zweck prüfen, den der Zolli mit dem Bau des Ozeaniums verfolgt», meint Geschäftsführerin Béatrice Kirn gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Ginge es um den Zweck der Aufklärung oder der Wissenschaft, so hätte der Tierschutz nichts gegen ein Ozeanium einzuwenden.

Nicht alle Tiere geeignet

Allerdings würden sich nicht alle Tiere für ein Ozeanium eigenen, schränkt Béatrice Kirn ein. Weiter würde sich die Frage stellen, ob neben dem Ozeanium in der Zentralschweiz, das nächstens eröffnet würde, ein zweites Ozeanium Sinn machen würde. «Wir stehen immer wieder in gutem Kontakt mit dem Zoo Basel, jetzt warten wir erst einmal auf das genaue Konzept», ergänzt Kirn.

Kritik am Ozeanium äussert Mirjam Ballmer vom Grünen Bündnis. «Ich bin nicht grundsätzlich gegen ein Ozeanium. Müssen aber immer wieder Tiere in der Wildnis eingefangen werden, dann bin ich dagegen, dass solche Tiere in einem Ozeanium gezeigt werden.» Mit anderen Politikern sei sie im Gespräch, konkrete Pläne für ein Referendumskomitee gäbe es aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine.