Öffentliche Jurierung entscheidet über Zukunft des Landhofs

Zum ersten Mal war in Basel die Jurierung eines Projektwettbewerbs öffentlich. Bei der Schlussevaluation des Wettbewerbs für die Neugestaltung des Landhof konnten interessierte Kreise die Diskussionen der Jury mitverfolgen.

Die Grünfläche des Landhofs mit Häuserreihe und Messeturm im Hintergrund.

Bildlegende: Landhof Über die Zukunft des Landhofs entscheidet eine öffentliche Jurierung Juri Weiss

Wie soll der Landhof, das frühere Stadion des FC Basel, in Zukunft aussehen? Diese Frage soll ein Ideenwettbewerb klären, für den insgesamt 49 Projekte eingereicht wurden. In den ersten beiden Sitzungstagen hat die Jury hinter verschlossenen Türen 44 Projekte ausgeschieden.

 Für den letzten Sitzungstag, der öffentlich war, blieben noch fünf Projekte übrig. Welches Projekt von der Jury als Sieger ausgewählt wurde, wird am Dienstag bekannt gegeben.

Das Interesse an der ersten öffentlichen Jurierung in Basel war nicht riesig. Neben den elf Jurymitgliedern und einem Dutzend Fachleuten von den Behörden, war rund ein Dutzend Personen aus der Anwohnerschaft und von Verbänden und Vereinen zugegen.

In der Jury hatte sich im Vorfeld der öffentlichen Jurierung Nervosität breit gemacht. Die Medien wurden schriftlich aufgefordert, der Projektleitung alle Beiträge und Artikel vorzulegen, bevor sie publiziert werden. Baudirektor Hanspeter Wessels taxiert dieses Vorgehen als Überreaktion der Behörden. Er sei sich bewusst, dass eine solche Massnahme völlig unrealistisch sei, denn die Medienfreiheit sei in der Schweiz garantiert.