Patrick Götsch: «In Bettingen trifft man alle an»

Am 2. März ist Bettingen vor genau 500 Jahren von Basel gekauft worden. Eine «Erfolgsstory», meint der heutige Gemeindepräsident Patrick Götsch. Die Zugehörigkeit zu Basel-Stadt stehe Bettingen gut.

Hauptstrasse von Bettingen

Bildlegende: Seit 500 Jahren gehört Bettingen zu Basel-Stadt Juri Weiss

Porträt des Bettinger Gemeindepräsidenten Patrick Götsch. Er lächelt, hat eine Brille und graumelierte Haare.

Bildlegende: Patrick Götsch, Gemeindepräsident von Bettingen. zVg

Der Kaufvertrag zwischen den Truchsessen von Wohlhusen und der Stadt Basel datiert vom 2. März 1513. Basel war an Bettingen wegen dessen Wäldern interessiert. Aus heutiger Sicht beurteilt Gemeindepräsident Patrick Götsch den Verkauf als «Erfolgsstory». «Die Zugehörigkeit zu Basel ist für beide Seiten ein Gewinn.» Die Gemeinde könne ihre Autonomie bewahren und dennoch eng mit Riehen und der Stadt kooperieren.

Vom Bauerndorf zur attraktiven Wohngemeinde

Im Jahr 1513 war Bettingen eine sehr kleines Bauerndorf, in dem nur wenige Menschen lebten. Heute sieht das anders aus: Bettingen gilt als attraktiver Wohnort. «Bei uns leben Leute, die die Natur schätzen, aber auch die Nähe zur Stadt suchen», erklärt Patrick Götsch. Das Vorurteil, dass in der Gemeinde vor allem gutbetuchte Menschen leben, will er nicht gelten lassen. «In Bettingen trifft man alle an. Das macht die Gemeinschaft aus.»

Keine Post mehr

Bettingen ist mit 1200 Einwohnern die kleinste Gemeinde von Basel-Stadt. Wie viele kleine Gemeinden hat auch Bettingen seine Post verloren. «Aber den Dorfladen haben wir noch, und das ist uns auch sehr wichtig», so Götsch. Dass Bettingen aussterben könnte, glaubt Patrick Götsch keinesfalls. Es ziehe wieder vermehrt junge Familien in die Gemeinde, und es werde neuer Wohnraum gebaut.