Pharmaunternehmen Versartis kommt nach Basel

Versartis will seinen Europasitz in Basel-Stadt ansiedeln. Bis in fünf Jahren sollen 50 Versartis-Mitarbeitende in der Stadt arbeiten.

Chemielabor, man sieht dreitransparente  Plastikbehälter mit undefinierbarem Inhalt und zwei Plastikbehälter.

Bildlegende: Marc-André Giger von der Baselbieter Wirtschaftsoffensive hofft darauf, dass Versartis in einigen Jahren expandieren... Keystone

Basel sei gut erreichbar innerhalb der Schweiz als auch Europa und biete einen mehrsprachigen und internationalen Talentpool. Deshalb habe sich das kalifornische Biopharmaunternehmen Versartis dazu entschieden, seinen Europahauptsitz in Basel anzusiedeln, heisst es in der Mitteilung der Wirtschaftsförderung Basel Area. Weiter wird das unternehmensfreundliche und steuergünstige Umfeld als Grund für den Standortentscheid erwähnt.

Basel Area freut sich zwar über diesen Zuzug, hält sich jedoch bedeckt. Man will kein Interview geben und sagt auf Anfrage nur, dass Versartis bis Ende Jahr fünf Mitarbeitende in Basel beschäftigen möchte. Bis in fünf Jahren rechne man mit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gesprächiger als Basel Area zeigt sich Marc-André Giger von der Baselbieter Wirtschaftsoffensive. Versartis sei ein Unternehmen, das sehr gut in die Region passe, so Giger. Das kalifornische Unternehmen sei auch eines, das gut ins Konzept der Baselbieter Wirtschaftsoffensive passen würde. Diese versuche, möglichst viele Firmen in den Landkanton zu locken. Giger ist dennoch in erster Linie erfreut über den Versartis-Standortentscheid – obwohl das Unternehmen der Stadt den Vorzug gab. «Kommt ein Unternehmen neu in die Region, sucht es meist zuerst die Tür-zu-Tür-Nähe mit andern Unternehmen, beispielsweise mit Novartis oder Roche», sagt Giger. «Läuft das Geschäft gut und das Unternehmen will ausbauen, kommt es ins Baselbiet.» Denn freies Land gebe es in Basel-Stadt weniger als in Baselland. Dies sei beispielsweise bei Actelion so geschehen.

Giger hofft also, dass nicht nur Basel-Stadt, sondern auch Baselland direkt von Versartis profitieren kann – die Landschaft einfach später als die Stadt.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)