SBB-Chef will Abbau bei Laufental-Linie überdenken

Ab 2016 soll es zwischen Basel und Genf keine direkten Zugsverbindungen geben - und das während zehn Jahren. Dies wegen des gleichzeitigen Ausbaus des Bahnknotenpunkts Lausanne. Jetzt will der Schweizer Bahnchef die geplanten Veränderungen aber nochmals prüfen.

SBB-CEO Andreas Meyer, Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro, Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels an einem Tisch vor den Medien.

Bildlegende: Regierungsrätin Sabine Pegoraro (BL) und Amtskollege Hanspeter Wessels (BS) hoffen auf den Support von Bahnchef Andre... Keystone

Er sei schon erstaunt gewesen, als er von der ab 2016 geplanten zeitweiligen Einstellung der direkten Verbindungen zwischen der zweit- und der drittgrössten Stadt der Schweiz, also Genf und Basel, gehört habe.

Sagt SBB-Chef Andreas Meyer gegenüber dem Regionaljournal. Und er sei auch nicht gewillt, das einfach so zu akzeptieren: «Wir werden in den nächsten Wochen nochmals über die Bücher gehen und Alternativen zu diesem Abbau prüfen.»

Doppelspur vorziehen?

Eine mögliche Variante ist sicher, dass mehr Züge durchs Laufental pro Stunde verkehren - und so die Verschlechterung der Fahrpläne wegen des Abbaus auf der Strecke Basel-Genf auffangen.

Dazu bräuchte es aber ein zeitliches Vorziehen der geplanten Doppelspur durchs Laufental - die ist erst ab 2030 vorgesehen. Die Baselbieter Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro will sich jetzt, zusammen mit anderen Nordwestschweizer Kantonen, in Bern zum Beispiel für dieses Anliegen einsetzen - möglicherweise also mit der Unterstützung von Bahnchef Andreas Meyer.