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Basel Baselland SBB-Versuch in Laufen für mehr Pünktlichkeit gescheitert

Pünktlichere Züge dank Passagieren, die rascher ein- und aussteigen. Dies erhoffte sich die SBB von einem Pilotprojekt im Laufental. Doch jetzt zeigt ein SBB-internes Papier: Der Versuch ist gescheitert.

ICN-Zug im Bahnhof Laufen - auf dem Perron ist die neue Markierung aufgemalt.
Legende: Differenziertere Perron-Markierungen für Passagiere bringen offenbar nicht viel. Keystone
Regio-S-Bahn-Zug vom Typ Flirt, Linie S3 Richtung Laufen legt sich in Kurve.
Legende: Flirt-Zug auf der Fahrt nach Laufen - Die Perron-Markierungen dort bringen keinen Zeitgewinn. Keystone

Die SBB hatte grosse Hoffnungen in den Versuch im Laufental gesetzt. An fünf Bahnhöfen hatte die Bahn nicht nur den Perron jeweils feiner in Sektoren unterteilt, sondern auch die Lokführer angewiesen, noch exakter am geplanten Halteort den Zug zum Stehen zu bringen.

Gemäss einer internen Zwischenauswertung der SBB, die Radio SRF vorliegt, haben die Lokführer zwar tatsächlich die Züge exakter gestoppt, doch auf die Pünktlichkeit hatte dies keinen Einfluss: «Die Pünktlichkeit und die Einfahrtszeiten der Züge haben sich (...) nicht verbessert», steht in dieser Zwischenauswertung.

Für Walter von Andrian, Chefredaktor der Schweizer Eisenbahn-Revue, kommt nicht überraschend, dass dieser Versuch gescheitert ist. Erstens sei auf dieser Linie mit dem Flirt ein Zug mit sehr vielen Türen unterwegs. Bei diesem Zugtyp spiele es keine Rolle, wo genau der Lokführer halte, weil die Passagiere stets kurze Wege bis zur nächsten Türe zurücklegen müssten. Und zweitens würden die Lokführer langsamer in einen Bahnhof einfahren, wenn sie ihren Zug punktgenau anhalten müssen. Damit gehe der Zeitgewinn, der dank rascherem Ein- und Aussteigen der Passagiere eventuell entstand, wieder verloren.

(klem/racc; Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

9 Kommentare

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  • Kommentar von Phil Bösiger, Basel
    Ein Pilotversuch zum schnellen Ein- und Austeigen? Und das ausgerechnet hingefüre im Laufental? Selten so gelacht!
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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Wieder einmal sinnlos Geld zum Fenster raus geworfen, was man sich hätte sparen können. Der Versuch war von anfang nicht durchdacht und so auch zum Scheitern verurteilt, bevor er begonnen hatte. Ich sage es halt nochmals: SBB-CEO Andreas Meyer sollte endlich den Hut nehmen und gehen (ohne Entschädigung natürlich).
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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 Tenniken
    Hat da wirklich jemand etwas anderes erwartet?? Wir hatten einst die beste Bahn der Welt!! Sie wurde und wird mit System kaputtgemacht von Wirtschaftsgrössen, die einmal "ysebäänle" im grossen Stil wollen. Was haben wir alles an Marketing-Gags über uns ergehen lassen müssen. Was fehlt sind pünktliche Züge, saubere Züge, sichere Bahnhöfe und Personal, bei dem das Selbstbewusstsein von innen kommt, nicht durch die Uniform...die mal gross und mal zu klein ist. SBB heute?! ...ein trauriges Bild.
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