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Schlussstrich unter Streit Robi-Spiel-Aktionen machen sich selbstständig

  • Die «Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige» (GGG) und die Robi-Spiel-Aktionen gehen in Zukunft getrennte Wege.
  • In welcher rechtlichen Form es mit den Robi-Spiel-Aktionen weitergeht, ist noch nicht klar. Bis Ende Jahr soll geklärt werden, wie die Trennung umgesetzt wird.
  • Beide Seiten werten die Trennung positiv, die einen Schlussstrich unter einen in den letzten Monaten eskalierten Streit setzt.

Die Trennung der GGG und der Robi-Spiel-Aktionen ist das Ende einer langjährigen Beziehung zwischen den beiden Organisationen. Bisher waren die Robi-Spiel-Aktionen als Verein organisiert, dessen einzige drei Mitglieder die GGG und zwei Stiftungen der GGG waren. Als vor zwei Jahren die Robi-Spiel-Aktionen ein Minus von eine halben Million Franken auswiesen, wollte die GGG durchgreifen. Der langjährige Leiter Andi Hanslin wurde zurückgestuft und ein neuer interimistischer Leiter eingesetzt.

Diese Einflussnahme der GGG wurde von vielen der rund 300 Mitarbeitenden der Robi-Spiel-Aktionen indes nicht goutiert, viele fühlten sich übergangen und stellten sich hinter Andi Hanslin. Nachdem dieser Konflikt in den Medien ausgetragen wurde, kam es gestern an der Mitgliederversammlung der GGG zum Showdown. Viele Mitarbeitende und Freunde der Robi-Spiel-Aktionen wurden eigens für diese Versammlung Mitglieder der GGG und stellten dort den Antrag, die Robi-Spiel-Aktionen in die Unabhängigkeit zu entlassen. Diesem Antrag stimmte letztlich eine grosse Mehrheit der GGG-Mitglieder zu.

Das ist sicher ein guter Tag für die Robi Spielaktionen.
Autor: Guy Dannmeyerstv. Geschäftsführer Robi Spielaktionen

In den nächsten Wochen möchten sich die Verantwortlichen auf eine neue Struktur für den Robi festlegen und an einem Runden Tisch mit Vertretern des Kantons, der Christoph-Merian Stiftung und der GGG bestimmen, wer im Vorstand vertreten sein soll.

Uns liegt das Wohlergehen von Robi am Herzen, in welcher Struktur ist uns egal.
Autor: Ruth Ludwig HagemannVorstandsdelegierte GGG

Die Mitglieder der GGG gewährten an der Versammlung zudem einen einmaligen Betrag von maximal einer halben Million Franken, um die Robi-Spiel-Aktion vor ihrem Gang in die Unabhängigkeit zu sanieren.