Schweizer Autoren spielen besser Fussball als österreichische

Die Schweizer Nationalmannschaft der Schriftsteller besiegte in Basel Österreich mit 4:2 Toren. Das Spiel fand anlässlich des Tages der Poesie statt, der in Basel durchgeführt wurde. Das Bier und die Gespräche nach dem Spiel waren für viele mindestens ebenso wichtig wie der Kampf auf dem Rasen.

Ersatzspieler beim Fussballspiel der Autoren

Bildlegende: So energiegeladen wie bei den «richtigen» Fussballern geht es bei Autorinnen und Autoren nicht zu. Foto SRF

Bei Halbzeit führten die Österreicher noch mit 2 : 0 Toren. Eine bessere Chancenauswertung brachte dann die Wende zum Guten für die Schweizer. Die gemeinsamen Lesungen am Abend bildeten den Hauptteil des Tages der Poesie, der jährlich stattfindet.

Fussball und Schreiben hätte viele Gemeinsamkeiten, meinte Michael von Orsouw: «Stehst du bei einer Lesung auf der Bühne und erreichst das Publikum, so ist dies durchaus zu vergleichen mit der Situation eines erfolgreichen Fussballers.» Unterschiede gäbe es vor allem dadurch, dass sich Schriftsteller nicht in ein Kollektiv einfügen müssten.

Der Basler Patrick Tschan, Präsident der Schriftsteller Nationalmannschaft, kann sich noch gut an die Anfänge erinnern. Eines Tages sei völlig überraschend ein Anruf aus Österreich gekommen. «Ihr habt ein Spiel in Wien, seid bitte pünktlich!» Dies sei der Startschuss gewesen. Das Spiel sei dann hoch verloren gegangen, das Erlebnis aber toll gewesen.

Seit diesem Spiel trifft sich die Fussballnationalmannschaft der Schriftsteller regelmässig und tritt gegen andere zusammengewürfelte Mannschaften an. Das nächste Spiel findet gegen die Berufskollegen aus Holland statt. Im Dezember spielen sie dann gegen den FC Nationalrat.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)