Seifen-Recycling für einen guten Zweck

Jährlich landen in der Schweiz bis zu 200 Tonnen Hotelseife im Abfall. Die Hoteliers-Gattin Dorothée Schiesser hat vor einem Jahr die Stiftung «Sapocycle» gegründet, welche den gebrauchten Seifen einen neuen Zweck gibt: die Hotelseifen werden in der sozialen Werkstatt «Wohnwerk» in Basel recycelt.

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Seifenrecycling für einen guten Zweck

3:32 min, aus Schweiz aktuell vom 24.6.2015

Dorothée Schiessers Stiftung hat einen so simplen wie anspruchsvollen Zweck: Manager von Luxushotels sollen dazu beitragen, dass die übrig gebliebenen Seifenreste ihrer Gäste nicht weggeschmissen, sondern den sozialen Werkstätten in Basel zugeführt werden. Dort werden die Seifen in Handarbeit wieder aufbereitet und anschliessend über Hilfswerke an Menschen in Not verteilt.

Die Einbindung einer sozialen Werkstätte ist für die Stiftung essentiell, und das Engagement der Beteiligten erfüllt die Initiantin der Stiftung mit Stolz: «Sie wollten so viel helfen und Lösungen finden, das war richtig learning by doing, für alle!», meint die Non-profit Unternehmerin.

Schlüsselerlebnis in Afrika

Dorothée Schiesser lebte längere Zeit in Kamerun, wo ihr Ehemann als Direktor eines Luxushotels arbeitete. Die Armut des Landes hinterliess bei ihr einen bleibenden Eindruck: «Es war der Kontrast zwischen dem Luxus im Hotel und dem sehr bescheidenen Leben der mittellosen Menschen rundherum in der Stadt. Für mich war dieser Kontrast sehr erschreckend.»

Nun möchte sie mit ihren Seifen einen kleinen Beitrag gegen die schlechten sanitären Verhältnisse in benachteiligten Regionen leisten. Denn: bereits einfaches Händewaschen kann zahlreiche Infektionskrankheiten verhindern.

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