Sein Verhältnis zum Schwingsport ist wie eine Liebesbeziehung

Henryc Thoenen ist der einzige Schwinger des Schwingerverband Basel-Stadt, der am «Eidgenössischen» in die Zwilchhosen steigt. Obwohl er als «Städter» an diesem von Folklore geprägten Anlass teilnimmt, schlägt sein Herz für den Schwingsport. Vor allem der Kampf Mann gegen Mann fasziniert ihn.

Henryc Thoenen zeigt seine Muskeln.

Bildlegende: Henryc Thoenen im Schwingkeller bei der Schützenmatte in Basel. SRF

«Der Schwingsport ist wie eine Liebesbeziehung. Hast du dein Herz verloren, so bleibst du bei diesem Sport.» Dies sagt Henryc Thoenen gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Als Sohn einer Primarlehrerin und eines Juristen kommt Thoenen nicht aus einer klassischen Schwingerfamilie. Er selbst ist Kaufmann und hat jetzt als zweiten Beruf eine Metzgerlehre absolviert.

Angefangen hatte bei Thoenen alles mit dreizehn Jahren. Ein Nachbarsjunge nahm ihn in Basel mit in den Schwingkeller. Seit dieser ersten Begegnung mit dem urigen Sport hat sich Thoenen dem Schwingen verschrieben. Am «Eidgenössischen» in Burgdorf möchte er einen Kranz gewinnen.

Nachwuchsprobleme in der Stadt Basel
Thoenen ist im Schwingerverband Basel-Stadt der einzige aktive Schwinger. Junge hätten sie zwar genug, doch mit sechzehn, siebzehn Jahren würden dann viele abspringen und dem urigen Sport den Rücken kehren. Dies sei im Gegensatz zu ländlichen Gebieten in der Stadt Basel so.

Am «Eidgenössischen» in Burgdorf vom kommenden Wochenende werden 250'000 Festbesucher erwartet. Es ist der grösste Sportanlass der Schweiz und findet in der grössten Arena statt. 50'000 Zuschauer werden dem Schlussgang folgen, an dem der Schwingerkönig für die nächsten drei Jahre erkoren wird.