Sommercasino erfindet sich neu

Im September öffnet das Basler Sommercasino nach einer achtmonatigen Pause wieder seine Türen. Die Pause nutze die Casino-Crew für eine komplette Neuausrichtung: Eine neue Leitung soll dafür sorgen, dass aus dem «Soca» wieder ein rentables Jugendhaus wird, wo sich Jugendliche engagieren.

Neu sollen im Sommercasino nicht nur Konzerte und Partys stattfinden, sondern auch andere Kulturveranstaltungen. «Wir sind da sehr offen», sagt der neue Leiter Mich Gehri. «Möglich sind Filmvorführungen, Lesungen oder andere Kunstveranstaltungen. Hauptsache, die Jugendlichen können sich kreativ ausleben».

Herzstück des «neuen» Sommercasinos wird der Keller. Dort entsteht ein Veranstaltungsraum für etwa 100 Personen. Im Parterre gibt es einen weiteren, grösseren Raum, und im Garten ist ein Café geplant. «Wir wollen das Quartier mehr miteinbeziehen», sagt Gehri, «und den Anwohnern zeigen, dass das Sommercasino ein offener Ort ist.»

Zurück zu den Wurzeln

Das Sommercasino soll wieder das werden, was es einmal war: Ein Jugendhaus. Deswegen setzen die neuen Betreiber auch auf Jugendliche, die sich freiwillig engagieren. «Das hat bereits beim Umbau geklappt. Dort waren über zwanzig freiwillige Helfer dabei», sagt Mich Gehri. Geplant ist, dass sich die Jugendlichen bei der Planung, der Gastronomie und dem Management einbringen können.

In den letzten Jahren konnte man im Sommercasino vor allem Konzerte von internationalen Bands hören. Dies bescherte den alten Betreibern jedoch rote Zahlen, da diese Auftritte jeweils sehr teuer waren. Auch der Kanton, der das Sommercasino finanziell unterstützt, war unzufrieden.