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Basel Baselland SP Basel-Stadt muss ein «Luxusproblem» lösen.

Gleich drei Frauen der Basler SP sorgen für das «Luxusproblem» der Basler SP: Ständerätin Anita Fetz, Nationalrätin Silvia Schenker und Regierungsrätin Eva Herzog. Alle drei haben drei Amtszeiten hinter sich und fallen damit unter die Alters-Guillotine der Basler SP.

Porträts von Anita Fetz, Sylvia Schenker, Eva Herzog
Legende: Sind noch nicht amtsmüde: SP-Frauen Fetz, Schenker und Herzog. ZVG

Es ist eine knifflige Aufgabe, die der Basler SP-Präsidentin Brigitte Hollinger bevorsteht. Als Strategie-Chefin der Partei muss sie abwägen, ob sie auf Bewährtes setzt oder ob sie sich für eine Erneuerung einsetzt. «Das ist tatsächlich ein Dilemma, in dem ich jetzt stecke», sagt Brigitte Hollinger gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Die drei starken Frauen, Anita Fetz im Ständerat, die Nationalrätin Silvia Schenker und Basler Finanzdirektorin Eva Herzog, alle drei haben drei Amtszeiten hinter sich. Wollen sie weiter ihre Ämter belegen, muss dies die Delegiertenversammlung mit einer Zwei-Drittels-Mehrheit bewilligen.

Keine der drei Frauen will zurücktreten

Anita Fetz fühlt sich fest im Sattel. Ihr laufe es gerade sehr gut. Zwölf Jahre im Ständerat seien zu wenig. Man brauche in Bern die Zeit, um wichtige Netzwerke zu spannen und im Hintergrund wirken zu können. Dass sie mit ihrer Haltung andere SP-Politikerinnen und Politiker blockiert, glaubt Anita Fetz nicht. Wenn es eine Erneuerung im Ständerat geben sollte, dann richtig. Dann solle es einen richtigen Generationen-Wechsel geben. Junge Talente habe die Partei schon, die seien aber erst in vier Jahren so weit.

Will Eva Herzog in den Ständerat?

Damit reagiert Anita Fetz auf Überlegungen, wonach Regierungsrätin Eva Herzog gerne in den Ständerat wolle. Bis jetzt äusserte sich Eva Herzog nicht zu solch einem Schritt. Parteistrategen und auch die Parteipräsidentin Brigitte Hollinger sagen Eva Herzog solche Ambitionen nach.

Sollte aber Anita Fetz im Ständerat bleiben, will auch Eva Herzog vermutlich Regierungsrätin bleiben, wofür sie ebenfalls ein Ok der Delegiertenversammlung bräuchte.

Silvia Schenker will aus strategischen Gründen bleiben

Die dritte Frau im selben Boot, Silvia Schenker, möchte aus strategischen Gründen eine vierte Legislatur im Nationalrat in Angriff nehmen. Als Bisherige könne sie bei den nächsten Wahlen in den Nationalrat der Partei viele Stimmen sichern und somit zusammen mit Nationalrat Beat Jans der Partei einen dritten Sitz erkämpfen.

Somit müssten gleich drei Frauen bei der Delegiertenversammlung ihre Amtszeitverlängerung beantragen. Dies ärgert aber die jungen SP-Politikerinnen und Politiker. Sie würden durch solche «Sesselkleber» blockiert. Die Partei soll sich an ihre Strukturen halten, meint dazu die junge Grossrätin Sarah Wyss. Schliesslich habe sich die Partei die Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren selber auferlegt, aus guten Gründen.

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