Sparentscheid der Basler GGG bringt Buchhandlungen in Bedrängnis

Die Basler Gesellschaft für das Gute und das Gemeinnützige (GGG) erhält 2016/2017 vom Kanton rund sechs Millionen Franken für ihre sieben Bibliotheken. Dies ist zwar mehr als bisher, aber doch weniger als die GGG ursprünglich wollte. Das fehlende Geld spart die GGG beim Bucheinkauf ein.

Blick von oben in eine Bibliothek

Bildlegende: Durch günstigeren Bucheinkauf kann die Basler GGG alle Quartierbibliotheken weiterführen. Keystone

Als Sparmassnahme lagert die GGG Stadtbibliothek den Büchereinkauf an den zentralen Schweizerischen Bibliothekdienst SBD in Bern aus. Bisher hat die GGG ihre Bücher bei Basler Buchhandlungen gekauft und so das lokale Gewerbe unterstützt. Betroffen von dieser Sparmassnahme ist beispielsweise der Buchladen Olymp & Hades im Neubad. «Dass die GGG ihre Bücher nicht mehr bei uns kauft, ist ein herber Schlag», sagt Yvonne Peyer, die Geschäftsleiterin der Buchhandlung.

«  Quartier-Bibliotheken spielen bei unserem Angebot eine zentrale Rolle. »

Dieter Erb
Geschäftsführer GGG

Ein anderes mögliches Einsparungsszenario wäre die Schliessung von Quartierbibliotheken gewesen, sagt Dieter Erb, Geschäftsleiter der GGG. Diesen Weg wollte man aber nicht gehen: «Wir wollen weiterhin ein möglichst gutes Angebot für unsere Kunden und Kundinnen anbieten. Dabei spielen die Quartierbibliotheken eine zentrale Rolle», so Erb.

Die Quartierbibliotheken können also aufatmen, die Basler Buchhandlungen hingegen verlieren eine wichtige Kundin.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)