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Basel Baselland Spitalkosten im Baselbiet steigen viel mehr als budgetiert

Im Kanton Baselland sind die Spitalkosten im letzten Jahr laut Regierung «besorgniserregend» weiter gewachsen. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um knapp acht Prozent auf 355 Millionen Franken. Das sind rund 43 Millionen mehr als budgetiert.

Thomas Weber neben Anton Lauber
Legende: Haben falsch budgetiert: Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber und Finanzdirektor Anton Lauber. Keystone

«Es ist besorgniserregend», so der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber. «Wenn die Gesundheitskosten stärker ansteigen als das Wirtschaftswachstum, dann haben wir eine Finanzierungslücke.»

Dass die Spitalkosten in Baselland sehr hoch sind, ist nicht neu. Baselland hat schweizweit die zweithöchsten Spitalkosten. Doch dass die Kosten um 43 Millionen höher sind als berechnet, ist bemerkenswert. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Kanton sich bereits im 2013 massiv verechnet hat. Absicht, um das Budget zu schönen? Nein, wehrt sich Thomas Weber. «Wir hatten einfach zu wenig Daten. Das ärgert mich ja selbst am meisten, dass wir keine zuverlässigen Prognosen machen können.»

Mehr Kontrolle, bessere Strukturen

In Zukunft wolle man das Controlling verbessern und die Strukturen überprüfen. «Wir müssen schauen, wie wir die stationären Kosten senken und die Spitalbettendichte gemeinsam mit Basel-Stadt in den Griff bekommen können.» Sogar eine Fusion sei ein Thema, so Weber. Es sei aber noch zu früh, Genaueres dazu zu sagen.

Während auf der einen Seite eine engere Zusammenarbeit geprüft wird, will Baselland auf der anderen Seite die volle Patientenfreizügigkeit zwischen den beiden Basel überprüfen. Dies, weil das Basler Unispital seine Tarife erhöhen will und dies voraussichtlich auch Auswirkungen auf die Baselbieter Kantonsfinanzen hat. «Wir wollen die volle Patientenfreizügigkeit nicht künden. Aber wenn es aus finanziellen Gründen nicht anders geht, dann ist das auch ein Thema.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Michael Perini, Basel
    Jetzt rächt sich die "Wachstums"politik der letzten Jahrzehnte. Ums Verrecken Städter anziehen, die jetzt älter werden und auf dem Sack der Allgemeinheit liegen. Diese Einfamilienhauspolitik braucht Schulen, StromAbWasserInternet, Strassen und eben, Spitäler. Viel Spass beim Bezahlen der gesellschaftlichen Schulden! Warte nur, Basel-Land, in 20 Jahren exportieren wir unsere "Fachkräfte" zu euch, damit wir weiterhin ne schwarze Null schreiben können. Gruss aus dem Grünen und grünen Basel
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