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Basel Baselland Streit um Gemüse aus dem Dreiland

Darf man eine Gurke aus Grenzach-Wyhlen als Schweizer Gurke bezeichnen? Ja, finden die Verantwortlichen der Dachmarke «Suisse Garantie». Nein, findet der Verband der Schweizer Gemüseproduzenten.

Gemüse
Legende: Gemüse aus der Region: Wie streng sollen die Richtlinien sein für die Herkunftsbezeichnung? Colourbox

«Es geht darum, wo man anbauen darf und wo nicht, wenn man das Gemüse als Schweizerisch bezeichnet», so Pascal Toffel, Direktor Verband Schweizer Gemüseproduzenten. Es könne nicht sein, dass der Konsument meint, Schweizer Gemüse zu kaufen, obwohl es aus Deutschland oder Frankreich stammt. Es gehe um die Glaubwürdigkeit der sogenannten «Swissness.»

Anders sehen das der Bauernverband beider Basel und das Agromarketing Suisse, die Organisation, die das Label «Suisse Garantie» verwaltet. Viele Schweizer Produzenten würden schon seit Jahrzehnten Land jenseits der Grenze bewirtschaften, argumentieren auf der anderen Seite Urs Schneider, Präsident Agromarketing Suisse und Stefan Kälin vom Bauernverband beider Basel.

Man habe deshalb vor Jahrzehnten eine Regelung gefunden. Diese gibt vor, dass innerhalb eines Perimeters von 10 Kilometer nach der Grenze, Produkte noch immer als Schweizerisch bezeichnet werden dürfen und darum das Label «Suisse Garantie» tragen dürfen, sagt Urs Schneider.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Wo ist das Problem? Wir haben schliesslich auch Politgemüse aus dem Mittelland und der Ostschweiz welches unter dem Label "aus der Region für die Region" segelt.
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  • Kommentar von Paul Grunder, Teufen AR
    Gute Regelung, ein Chabis, der von einem Schweizer Bauern in Deutschland angepflanzt, von einer türkischen Landarbeiterin gegossen und von einem rumänischen Saisonier geerntet und verpackt wird, ist und bleibt ein Chabis
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  • Kommentar von G.Lütolf, 4052 Basel
    Nein ! Das darf auf keinen Fall sein. Wenn unsere Bauernlobby uns tagtäglich weismachen will, dass CH- Fleisch und Gemüse das Beste ist, kann es ja nicht in der ach sooo verhassten EU angebaut werden. Würde mich noch wunder nehmen ob diese Bauern für dieses Land die Subventionen von der EU, der Schweiz oder von beiden Seiten fordern. Nein meine lieben Bauern : Auch Ihr könnt nicht das Weggli und den Batzen haben !
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