SVP-Mitglieder versammeln sich hinter verschlossenen Türen

Nach dem Wahldebakel vom Sonntag hatte die Basler SVP an ihrer Parteiversammlung vieles zu beraten. Die Öffentlichkeit sollte dabei aussen vor bleiben. Hinter verschlossenen Türen nominierte die SVP dann Lorenz Nägelin für den zweiten Wahlgang und beschloss die Unterstützung von Baschi Dürr (FDP).

Sebastian Frehner wird von SRF interviewt

Bildlegende: Sebastian Frehner SVP-Chef Sebastian Frehner musste am Wahlsonntag kritischen Fragen stellen. SRF; Sandra Engeler

Wie alle übrigen Parteien beriet sich auch die Basler SVP über den Wahlausgang vom 23. Oktober 2016. Doch im Gegensatz zu den übrigen Parteien, versammelten sich die SVP-Mitglieder hinter verschlossenen Türen.

Man habe nicht Angst vor der Öffentlichkeit, meinte dazu Parteipräsident Sebastian Frehner. Die Mitglieder sollten sich aber frei äussern können, ohne Angst vor möglichen Zitaten in den Medien. Dies gelte vor allem für diejenigen Mitglieder, die enttäuscht sind vom Wahlausgang. Sie sollten sich ungehindert äussern können.

Zu verdauen hatte die SVP Basel-Stadt genug. Gemäss Umfragen vor den Wahlen haben viele der SVP einen Zuwachs im Parlament zugemutet. Doch es kam anders. Die Partei stagnierte und ihr Regierungskandidat Lorenz Nägelin landete auf dem neunten Platz.

Trotzdem hält die Partei zu Nägelin und nominierte ihn auch für den zweiten Wahlgang. Zudem beschoss die Parteiversammlung, auch im zweiten Wahlgang den FDP-Sicherheitsdirektor Baschi Dürr zu unterstützen.