Unklare Zukunft der Kleinbasler Zeitung Vogel Gryff

Die Verwaltungsräte der Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» sind zum Rücktritt aufgerufen worden. Sie sollten ein vorgedrucktes Demissionsschreiben unterzeichnen. Verwaltungsratspräsident Roland Vögtli will für «seine» Kleibasler Zeitung kämpfen.

Der Vogel Gryff Titelschriftzug der Ausgabe vom 7. März 2013.

Bildlegende: Die Kleinbasler Zeitung Vogel Gryff steht vor Veränderungen. SRF

Für Roland Vögtli ist klar: Er unterschreibt sein eigenes Rücktrittsschreiben nicht. Es liege ihm viel daran, dass das Kleinbasel seinen Einfluss auf die Zeitung behalte. «Man will die Zeitung im Kleinbasel erhalten», sagt Vögtli, der einen Kleiderladen im Kleinbasel besitzt und über ein grosses Netzwerk im Quartier verfügt. Er sei im Juni 2012 für eine einjährige Amtszeit gewählt worden und diese wolle er erfüllen.

Neben Vögtli hat auch Peter Winiker das Schreiben nicht unterzeichnet. Winiker sitzt ebenfalls im dreiköpfigen Verwaltungsrat und ist Präsident der IG Kleinbasel.

Die Basler Zeitung Medien als Besitzerin des «Vogel Gryff» prüft derzeit einen Verkauf der Zeitung, obwohl der «Vogel Gryff» schwarze Zahlen schreibt. Es gäbe mehrere Interessenten, bestätigt Martina Barth, Leiterin Unternehmensentwicklung  der Basler Zeitung Medien.

Ob auch Investoren aus dem Kleinbasel darunter sind, konnte sie jedoch nicht sagen. Geplant war ursprünglich, dass ein möglicher Verkauf bis Ende März 2013 über die Bühne geht. Eine Option sei aber auch, dass der «Vogel Gryff» bei der BaZ bleibt, so Barth.

Kaufen oder Alternative gründen

Laut Roland Vögtli gäbe es auch im Kleinbasel Investoren, die an einem Kauf des «Vogel Gryff» interessiert sind oder eine Alternativ-Zeitung finanzieren wollen. Dies wolle er an einem geplanten Gespräch mit dem CEO der Basler Zeitung, Rolf Bollmann, nochmals einbringen, so Vögtli.