Unzufriedenheit an der Pädagogischen Hochschule der FHNW

An der Pädagogischen Hochschule der FHNW herrscht eine gewisse Unzufriedenheit. Dies zeigt eine Mitarbeiterbefragung des Verbands der Dozierenden an der Hochschule. Nicht einverstanden ist ein Grossteil der Befragten mit den Strategie der Hochschule. Die FHNW-Direktion will die Vorwürfe prüfen.

Mann sitzt hinten im Klassenzimmer und beobachtet Unterricht

Bildlegende: Szene aus den Berufspraktischen Studien der FHNW zvg, Franz Gloor

Ein Grossteil der Mitarbeitenden leide unter den neu geschaffenen Strukturen, geht aus der Umfrage unter Dozierenden und Mitarbeitenden der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hervor. Über die Hälfte der Mitarbeitenden hätten den Fragebogen ausgefüllt.

In einer Resolution an die Schulleitung und den Fachhochschulrat fordert der Verband der Dozierenden und die Gewerkschaft vpod, dass sich die Strategie wieder auf das Kerngeschäft der Berufsbildung fokussieren und auf die Praxistauglichkeit ausgerichtet werden müsse.

«Qualität im Unterricht leidet»

Zudem ist in einer Medienmitteilung vom Montag die Rede von Arbeitsüberlastung und ausufernder Bürokratisierung. «Die Dozierenden müssen immer mehr hin und her reisen zwischen den verschiedenen Standorten. Ausserdem bleibt aufgrund der Bürokratisierung immer weniger Zeit für den eigentlichen Unterricht», sagt Kerstin Wenk, Gewerkschaftssekretärin des vpod Region Basel. Sie stellt fest, dass durch die Unzufriedenheit der Dozierenden auch die Qualität des Unterrichts am früheren «Lehrersemi» leide.

Kritisiert wird vom vpod und dem Verband der Dozierenden zudem, dass innerhalb der letzten Jahre die Zahl der Dozierenden deutlich abgenommen hat, während die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter sich vervielfacht habe.

Direktor: «Nehmen die Rückmeldungen ernst»

FHNW-Direktor Crispino Bergamaschi sagt, er nehme die kritischen Rückmeldungen aus der Mitarbeiterbefragung ernst. Man habe die Resultate der Mitarbeiterbefragung erst in den letzten Tagen erhalten. «Wir müssen die Studie nun zuerst genau anschauen», so Bergamaschi. Auf den Vorwurf, die Ausbildung sei zu wenig praxisnah, entgegnet Bergamaschi: «Die Fachhochschule ist praxisorientiert. Wir sind daran, dies noch zu vertiefen.» Die FHNW sei eine lernende und eine lehrende Institution.