Verseuchtes Trinkwasser: Baselbieter Behörden verdächtigen Firma

Die Situation im Waldenburgertal verschärft sich: In weiteren Gemeinden könnte das Trinkwasser knapp werden. Derweil haben die Behörden mittlerweile eine Spur, wer das Schlamassel verursacht hat: Eine Firma soll illegal Abwasser in die Kanalisation geleitet haben.

Abwasserreinigungs-Anlage Frenke 2

Bildlegende: Abwasserreinigungs-Anlage Frenke 2 zVg

Es sind keine guten Neuigkeiten für die Gemeinden unterhalb von Niederdorf. Die Pumpwerke von fünf Gemeinden bleiben abgestellt und auch in Seltisberg und Lupsingen könnte das Trinkwasser bald knapp werden. Genauso knapp wie in Bubendorf. Dort musste die Gemeinde eine Notwasserleitung aus Ziefen legen.

Das Problem ist: Aus der Abwasserreinigungsanlage in Niederdorf kommt immer noch verseuchtes Wasser. Aus diesem Grund schaltet sich jetzt der Kantonale Krisenstab ein. Dieser ist zuständig, falls man notfallmässig Trinkwasser an die Bevölkerung abgeben muss.

Noch weiss die Baselbieter Umweltschutzdirektion nicht, wer das ganze Schlamassel mit dem verseuchten Trinkwasser verursacht hat. Sie hat jedoch einen bestimmte Firma stark im Verdacht. Man hat dieser Firma jedenfalls verboten, Abwasser in die Kanalisation zu leiten.

Offenbar geht es um Chemikalien, die benötigt werden, um Wasser zu reinigen, das Schwermetall enthält. Diese Substanzen seien offenbar daran Schuld, dass es zu einem Fischsterben gekommen ist.

Es sei zwar erlaubt, diese Substanzen zu verwenden, sagt Pascal Hubmann, Leiter des Amts für industrielle Betriebe. Illegal sei es aber, diese Chemikalien in die Kanalisation zu leiten.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)