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Basel Baselland Vom Aff gebissen: Machtkampf im Basler Zolli

Der neue Silberrücken im Basler Zolli beisst das zweite Männchen in der Gruppe und fügt ihm erhebliche Verletzungen zu. Bei der Auseinandersetzung geht es um die Rangordnung innerhalb der Gorilla-Gruppe.

Zwei Gorilla-Männchen stehen sich im Gehege gegenüber und fauchen sich an.
Legende: Wer ist der Stärkere? Machtkampf in der Gorilla-Gruppe. zVg

Der Angriff des Silberrückens auf den kastrierten Gorilla-Mann Zungu geschah vor Weihnachten, wie der Zoo gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» bestätigt. Besonders gravierend war die Verletzung am rechten Unterschenkel. Ein Teil des Muskels wurde abgerissen. Auch heute noch ist die Wunde nicht zu übersehen, doch sie ist deutlich kleiner geworden und verheilt allmählich. Kurator Adrian Baumeyer hält es für zumutbar, dass das Publikum solche Bilder sehen: «Das gehört zum Gorilla-Leben. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und so wäre es auch den Besuchern gegenüber nicht fair, so etwas zu verstecken.»

Integration braucht Zeit

Baumeyer ist nicht überrascht, dass der Machtkampf unter den Gorillas eskaliert ist. Silberrücken M'Tongé ist erst seit vier Monaten in Basel, und die Integration brauche Zeit, sagt Baumeyer. Der verletzte Gorilla Zungu ist der Sohn des im Mai verstorbenen Silberrückens Kisoro und taugt kastriert nicht als Gruppenchef.

Legende: Video Verletzter Gorilla abspielen. Laufzeit 2:21 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.01.2015.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Gerhard Joerres, Mannheim
    Herr Albrecht, wer hat geschrieben das Sie grundsätzlich natürliches Verhaltensmuster für unnatürlich halten? Nirgends!!!!! Natürlich können diese Rangkämpfe mit denen in der Freiheit verglichen werden, nur die Gegebenheiten sind anders. Ich will auch gar nichts beschönigen. Die Verletzungen sind schlimm, fast so schlimm wie Ihre Kommentare.. Ich bin aber davon überzeugt, dass ENDZoo, als Artenschutzverein, die Verbesserung der Lebensumstände der Gorillas in der Natur aktiv verbessert.
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  • Kommentar von Frank Albrecht, Nürtingen
    Es macht ja wohl einen Unterschied, wenn ich sie in einen 400 Quadratmeter großen Käfig mit viel Deckungsmöglichkeiten, mit Bäumen oder Erdvertiefungen oder nur in einen vier Quadratmeter leeren und kahlen Käfig mit zwei ausgehungerten Löwen einpferche. Wo haben sie wohl mehr Chancen den Löwen auszuweichen und eventuell zu überleben?
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  • Kommentar von Manfred Müller, Mannheim
    Ich halte das nicht für Zynismus, erst Recht nicht für eine "dreiste Lüge",sondern für Realität in einer Gorillagemeinschaft. Rangkämpfe sind eine natürliche Verhaltensmaßnahme. In einem muss ich dem radikalen Tierrechtler Recht geben. Eine weitreichende Fluchtmöglichkeit gibt es nicht. Offensichtlich war sie auch nicht nötig. Dies einem Tierrechtler, der alle Zoos abschaffen will klar zu machen, ist offensichtlich verlorene Liebesmüh.
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    1. Antwort von Frank Albrecht, Nürtingen
      Wo steht, dass ich ein natürliches Verhaltensmuster (hier Rangkämpfe) für grundsätzlich unnatürlich halte? Nirgends! Menschen die verstehen wollen lesen richtig, dass das oben beschriebene Desaster (schwere Verletzungen) unter diesen fragwürdigen Gefangenschaftsbedingungen nicht mit Rangkämpfen in Freiheit vergleichbar sind und auch nicht als solches bewertet werden können. Wer dies tut, will beschönigen, vertuschen und seine perfide Zoo-Gefangenschaft als natürliches Verhalten herbeilügen.
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    2. Antwort von Dieter Stumpf, Basel
      Folglich sind auch Männer, die im Gefängnis schwul werden, nur die Realität einer Menschengemeinschaft? Charlie lässt grüssen
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