Vom Aff gebissen: Machtkampf im Basler Zolli

Der neue Silberrücken im Basler Zolli beisst das zweite Männchen in der Gruppe und fügt ihm erhebliche Verletzungen zu. Bei der Auseinandersetzung geht es um die Rangordnung innerhalb der Gorilla-Gruppe.

Zwei Gorilla-Männchen stehen sich im Gehege gegenüber und fauchen sich an.

Bildlegende: Wer ist der Stärkere? Machtkampf in der Gorilla-Gruppe. zVg

Der Angriff des Silberrückens auf den kastrierten Gorilla-Mann Zungu geschah vor Weihnachten, wie der Zoo gegenüber der Sendung «Schweiz aktuell» bestätigt. Besonders gravierend war die Verletzung am rechten Unterschenkel. Ein Teil des Muskels wurde abgerissen. Auch heute noch ist die Wunde nicht zu übersehen, doch sie ist deutlich kleiner geworden und verheilt allmählich. Kurator Adrian Baumeyer hält es für zumutbar, dass das Publikum solche Bilder sehen: «Das gehört zum Gorilla-Leben. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und so wäre es auch den Besuchern gegenüber nicht fair, so etwas zu verstecken.»

Integration braucht Zeit

Baumeyer ist nicht überrascht, dass der Machtkampf unter den Gorillas eskaliert ist. Silberrücken M'Tongé ist erst seit vier Monaten in Basel, und die Integration brauche Zeit, sagt Baumeyer. Der verletzte Gorilla Zungu ist der Sohn des im Mai verstorbenen Silberrückens Kisoro und taugt kastriert nicht als Gruppenchef.

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Verletzter Gorilla

2:21 min, aus Schweiz aktuell vom 9.1.2015