Vom Lokführer in Graubünden zum Frauen-Handballtrainer in Basel

Der 39 jährige waschechte Berliner Alexander Ernst ist seit zwei Jahren Trainer des Frauen-Handballteams ATV/KV Basel. Mit Null Punkten aus sechs Spielen steht sein Team am Tabellenende - ein Rücktritt kommt für Ernst aber nicht in Frage.

asdfsadf

Bildlegende: asdfsdf SRF

Einst war er Lokführer bei der Deutschen Bahn (DB) und – als er 2008 in die Schweiz kam – der Rhätischen Bahn. Aus familiären Gründen zog er dann nach Basel, wo er seither als Teamleiter bei der BVB arbeitet. Daneben trainiert er das Frauen-Handball-Team ATV/KV.

Nach sechs Spielen liegt das Team punktelos am Tabellenende. «Diese Situation hat viele Gründe», meint Ernst, «personelle Aenderungen in der Sommerpause, Verletzungen und die fehlende Routine haben dazu geführt.» Natürlich schlage der schlechte Tabellenplatz aufs Gemüt der Spielerinnen, die vieles hinterfragen würden.

Erschwerend bei der Arbeit komme dazu, dass manche Spiele unter der Woche stattfinden. «Wir kommen nach einem Auswärtsmatch spät nach Hause und am anderen Morgen müssen die Spielerinnen früh aufstehen und wieder zur Arbeit gehen.» Mit welchem Rezept will der Trainer sein Team aus dem Tief führen? «Ich stärke ihr angeknacktes Selbstvertrauen und lasse gewisse Spielzüge immer wieder üben. Und in den Ernstkämpfen müssen wir das Glück, das uns momentan fehlt, auf unsere Seite zwingen.»

Rücktritt kein Thema

Null Punkte aus sechs Spielen - hat Ernst noch nie daran gedacht, das Handtuch zu werfen? Er antwortet mit einem klaren Nein. »Wir stehen vor unser Team und sind überzeugt, es wieder aus dem Tal heraus zu führen.»

Alexander Ernst macht sich auch Gedanken über den Stellenwert des Frauenhandballs allgemein. «Er hat halt leider in der Berichterstattung nicht den Stellenwert des Männerhandballs.» Dieser sei dynamischer und schneller ist, doch «der Frauenhandball hat an Athletik und Härte zugelegt».

(Regionaljournal Basel, 17:30)