Vorzugsbehandlung für Novartis-Expats

Die beiden Basel richten auf dem Firmengelände einen sogenannten Vor-Ort-Schalter ein. Die Behörden verstehen das schweizweite Pilot-Projekt als Beitrag an die Attraktivität des Wirtschafts-Standorts. Verläuft der Versuch positiv, soll das Angebot auf andere Grosskunden ausgeweitet werden.

Improvisiertes Büro mit Tisch und Kabine.

Bildlegende: Novartis-Expats können ihre Formalitäten auf dem Firmengelände erledigen. zVg

Der Schalter auf dem Firmengelände bietet Dienstleistungen von Migrationsamt. Einwohneramt und Passbüro an. Ohne den Campus verlassen zu müssen, können die Angestellten so künftig an zwei Wochentagen am Vor-Ort-Schalter etwa die Geburt eines Kindes oder die Änderung der Adresse oder der Personendaten melden. Auch die biometrischen Daten für Schweizer Pässe und Identitätskarten sowie Ausländerausweise werden am Schalter erfasst.

Die Dienstleistungen werden von Mitarbeitenden des Kantons Basel-Stadt erbracht. Zusätzliches Personal soll nicht notwendig sein. Die Investitionen für Infrastruktur und Sicherheit werden von Novartis getragen.

Von der Verlagerung auf das Firmengelände des Grosskunden versprechen sich die Behörden eine Entlastung der Kundenzentrum in Basel-Stadt und Baselland. Der Pilot ist vorerst auf ein Jahr angelegt. Verläuft er positiv, sollen solche Vor-Ort Schalter auch für andere Grosskunden geprüft werden. Beim Pharmakonzern Roche bestehe zur Zeit kein Interesse an einem eigenen Schalter, heisst es auf Anfrage. Man greife gerne auf schon bestehende Angebote zurück.