Wie Basel auf Solarenergie & Co umsteigen könnte

Vergeblich versuchten SVP und Teile der FDP im Grossen Rat zu verhindern, dass die Basler Regierung aufzeigen wird, wie Basel ab 2050 grundsätzlich auf erneuerbare Energie umsteigen könnte.

Arbeiter montieren auf einem Dach eine Solaranlage

Bildlegende: Die Initiative verlangt, dass der Kanton Basel-Stadt den Energieverbrauch ab 2050 mit erneuerbarer Energie deckt. Keystone

Die Basler Regierung beantragte dem Grossen Rat, sie wolle aufzeigen, was nötig wäre, um grundsätzlich auf erneuerbare Energie umzusteigen. Dies verlangt eine 2014 eingereichte Initiative. Sie verlangt, dass Basel-Stadt den Energieverbrauch ab 2050 grundsätzlich auf Basis erneuerbarer Energien decken wird.

Damit die Regierung aber zu diesem Vorschlag Stellung beziehen und die Kosten berechnen kann, musste der Grosse Rat diese Initiative zuerst überweisen. Dagegen stimmte die SVP, die Initiative bringe enorme Kosten, deshalb solle das Volk direkt darüber abstimmen können. Die FDP hält diese Initiative ebenfalls für überflüssig, unrealistisch und teuer.

Die SP konterte mit dem Verweis auf immer teureren Atomstrom, der heute schon ein Mehrfaches von grüner Energie koste. Zudem seien die Entsorgungskosten viel höher als einst erwartet und noch gar nicht eingerechnet. Beispielsweise sei der Rhein ein grosses potenzielles Wärmereservoir, das man nutzen könnte. Der Grosse Rat überwies die Initiative dann mit 54 gegen 22 Stimmen. Die Regierung hat nun ein halbes Jahr Zeit für ihren Bericht.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)