Wilde Poesie im Liestaler Museum

Zum 7. Mal findet in Liestal ein Slam-Poetry Abend statt. «Dichter SLAM» heisst die Veranstaltungen und knüpft an die Schriftstellertradition des Dichter- und Stadtmuseums Liestal an.

Jeweils rund 100 Personen drängen sich in den Museumsraum im ersten Stock, wenn sich auf der kleinen Bühne des Dichter- und Stadtmuseums junge Slamer und Slamerinnen um die Wette reden. Beim Slam geht es darum, kurze Texte vorzutragen und von einer improvisierten Jury möglichst viele Punkte zu ergattern. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält eine Flasche Whisky.

Slam-Promis in Liestal

Hazel Brugger, eine national bekannte Slamerin, schätzt den speziellen Ort: «Man spürt die spezielle Atmosphäre im Museum und man fühlt sich fast als einen Teil der Ausstellung. Das Publikum ist auch Slam-unerfahren und reagiert ganz anders als ein übliches «Studentenpack», wie man es bei üblichen Szenentreffen vorfindet». Das Publikum in Liestal ist gemischt, alle Alter sind vertreten.

Hazel Brugger liest ab Blatt

Bildlegende: Slam-Poetin Hazel Brugger: Hier bei einem Auftritt in der Sendung «Giacobbo / Müller» SRF

Carl Spittler nebenan

Daniela Dill, Mitarbeiterin beim Dichter- und Stadtmuseum Liestal und selber aktive Slamerin, hat den «Dichter SLAM» initiiert. Parallelen zu Schriftstellergrössen wie Carl Spitteler, dessen Werk im Museum ausgestellt wird, mag sie nicht ziehen: «Ein Dichtermusuem ist selbstverständlich prädestiniert für einen Slam-Abend ohne, dass dadurch schon zu viele Vergleiche mit den Schriftstellergrössen wie Carl Spitteler oder Georg Herwegh gezogen werden müssen. Auf jeden Fall kommen hier moderne Formen der Poesie auf die Bühne».

Der nächstes Dichter SLAM findet am 14. Februar um 20 Uhr im Dichter- und Stadtmuseum Liestal statt.

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