Beni Huggel: «An einer WM ist man im Hotel eingesperrt»

Der ehemalige Münchensteiner FCB- und Nationalspieler Beni Huggel war vor vier Jahren in Südafrika an der WM mit dabei. Heute denkt er ohne Wehmut an dieses Grossereignis zurück und er möchte auch das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.

Benjamin Huggel.

Bildlegende: Benjamin Huggel. SRF

Beni Huggel hat 41 Partien für die Schweizer Nationalmannschaft gespielt und dabei zwei Tore geschossen. Die Weltmeisterschaft in Südafrika liegt vier Jahre zurück und war die einzige, bei der er dabei war.

Auch wenn er seine Spielerkarriere 2012 beim FC Basel beendete, sei er dem Fussball verbunden geblieben, sagt Beni Huggel im Gespräch mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Dass die aktiven Jahre vorbei sind, sei gut. Er sei froh und dankbar, dass er das alles erleben durfte, aber: «Fussballer kann man nicht bis 65 bleiben.» Aus diesem Grund spüre er auch keine Wehmut, wenn er den jungen und motivierten Schweizer Spielern in Brasilien zuschaue.

«  Doch, natürlich ist man eingesperrt. »

Beni Huggel

Beni Huggel vermisst vor allem eines nicht: die Langeweile während einer Weltmeisterschaft: «Man ist in diesem Hotelkomplex und sucht nach geistiger Ablenkung.» Die Spieler hätten wenig Möglichkeit, sich frei zu bewegen, sagt Huggel. Er selber hat seine Familie während den Weltmeisterschaften in Südafrika nicht gesehen: «Das hat mich gestresst.» Er verstehe darum nicht, warum die Spieler ihre Familie nicht mitnehmen können: «Vielen Spielern würde das gut tun.»

Für das zweite Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Frankreich tippt Beni Huggel auf ein 1 zu 1. Das Spiel werde er in Zürich an einem Kundenanlass schauen. Mit seinem ehemaligen FCB-Kollegen Marco Streller zusammen habe er bis jetzt noch kein WM-Spiel gesehen. Es komme aber vor, dass sie sich zusammen ein Championsleague-Spiel anschauen. Sie seien dabei aber nicht die kritischen Experten, die alles besser machen würden, sagt Beni Huggel.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)