100 Tonnen Sägemehl für die «Bösen»

Die Schwingarena in Burgdorf macht sich für die «Bösen» bereit. Am Freitag lieferten Sägereien das Sägemehl für das Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest.

Am Freitag morgen kippte ein Lastwagen Tonnen von Sägemehl auf das Gelände der Schwingarena in Burgdorf. Arbeiter verteilten die Sägemehlberge sogleich gleichmässig auf die sieben Wettkampfringe. Der Lastwagen war zuvor in einer Sägerei in Zollbrück mit dem Sägemehl beladen worden.

Sägemehl als Abfallprodukt

Rund 300 Tannen werden jeden Tag in der Sägerei verarbeitet. Dabei entsteht viel Abfall - das Sägemehl. Normalerweise wird es zu Spannplatten und Heiz-Pellets weiterverarbeitet. In diesen Tagen aber wird das Sägemehl ans Eidgenössische geliefert. 100 Tonnen werden insgesamt benötigt. Es stammt hauptsächlich aus Emmentaler Tannenholz.

Harte Kämpfe auf weicher Unterlage

Doch zuerst legen sich die «Bösen» auf diesem Sägemehl aufs Kreuz. Das Sägemehl wird vorab in mehreren Schichten gewalzt, bis es eine Höhe von 15 Zentimetern erreicht. Zudem wird es regelmässig befeuchtet, damit es nicht zu staubig wird. Verletzungen werden dank der richtigen Schichtung und Pflege meistens verhindert. «Die Ringe sind zwar weich aber trotzdem genug hart für richtige Kämpfe», sagt Rolf Gasser, Abteilungsleiter Sport beim Schwingfest. Nach dem Grossanlass ist das gebrauchte Sägemehl immer noch nützlich: Entweder wird es verheizt oder Bauern streuen es in ihre Ställe.