1200 Asylbewerber im Notfall auf dem Waffenplatz Thun

Bei einem raschen und starken Anstieg von Asylgesuchen will der Bund auf dem Waffenplatz Thun bis zu 1200 Personen unterbringen. Zu dieser Nutzung im Rahmen der Notfallplanung Asyl hat der Bund bei Stadt Thun und Kanton Bern eine Konsultation eröffnet.

Asylbewerber schauen in einer Halle Fernsehen.

Bildlegende: Asylbewerber statt Panzer: Im Notfall sollen auf dem Waffenplatz in Thun 1200 Asylbewerber Platz finden. Keystone

Die Panzerhallen auf dem Thuner Waffenplatz waren bereits von Dezember 2016 bis Ende Mai 2016 als temporäres Bundesasylzentrum genutzt worden, damals jedoch mit einem Maximum von 600 Plätzen. Laut Staatssekretariat für Migration (SEM) hat sich gezeigt, dass diese Anlagen für die vorübergehende Unterbringung von Asylsuchenden geeignet seien, teilte das SEM am Freitag mit.

Betrieb auf dem Waffenplatz nicht tangiert

Obwohl die Zahl der Asylgesuche im laufenden Jahr rückläufig ist, sollen bei einer «allfälligen Notlage» maximal vier Panzerhallen in Thun erneut als temporäre Asylunterkunft dienen. Um kurzfristig bis zu 1200 Personen unterbringen zu können, seien gewisse Vorarbeiten notwendig, die den militärischen Betrieb nicht beeinflussten, heisst es in der SEM-Mitteilung weiter.

Die vorübergehende Nutzung soll während maximal drei Jahren möglich sein. Im Gegenzug müsste der Kanton Bern während dieser Zeit entsprechend weniger Asylsuchende in eigenen Unterkünften aufnehmen.

Stadt Thun und Kanton Bern können sich jetzt zu den Plänen des SEM äussern.

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