30 Jahre Experimentierfreude am Freiburger Belluard Festival

Das internationale Festival für zeitgenössische Kunst feiert Geburtstag. Mit nostalgischen Rückblicken, aber vor allem mit aktuellen gesellschaftlichen Themen.

Für Festivalleiterin Sally de Kunst ist es das letzte Festival. Nach sechs Jahren ist Schluss: «Die Schweizer sind gastfreundlich, wenn auch eher reserviert». Es habe einige Jahre gedauert, um Freundschaften aufzubauen. Die Belgierin sieht Parallelen zu ihrem Land. Nicht nur die Zweisprachigkeit: «Das Katholische ist immer noch spürbar. Es wird viel gefeiert».

Jung und offen

Das Publikum sei unter ihrer Leitung jünger und breiter geworden, freut sich Sally de Kunst. Wichtig sei für sie auch der Miteinbezug des Publikums. «Projekte, in denen die Leute aktiv sind, gefallen mir besonders». So kann sich das Publikum dieses Jahr an Videospielautomaten der Berner Künstler Hannes Bär und Jonas Oehrli vergnügen. Oder belgische Künstlerinnen laden ein, Umweltkatastrophen mit Küchenutensilien zu erproben.

Geselliges Zusammensein

Herzstück des Festivals ist «the kitchain». In dieser Küche wird professionell gekocht. Dem Publikum stehen auch Kochnischen zum Selberkochen zur Verfügung. «In jedem Haus ist die Küche der Mittelpunkt», erklärt Sally de Kunst. Hier sitzen Künstler und Publikum an einem Tisch und können sich austauschen.

Das Festival Belluard 2013 ist vom 28. Juni bis 6. Juli in der Stadt Freiburg.

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