Adipositas-Projekt des Instituts Guglera ist gefährdet

Die europaweit anerkannte Betreuung von übergewichtigen Jugendlichen leidet unter den Sparmassnahmen in vielen Kantonen: Es kommen immer weniger Jugendliche ins freiburgische Giffers. Fünf Vollzeitstellen mussten schon abgebaut werden.

In der Schweiz leiden rund 40'000 Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren an starkem Übergewicht. Das Institut St. Josef Guglera in Giffers hat sich auf die Betreuung und Integration von adipösen Jugendlichen spezialisiert. Weil nun aber immer mehr Kantone in diesem Bereich sparen, kommen immer weniger Jugendliche nach Giffers. Hier werde ganz klar auf dem Buckel der Jugendlichen gespart, sagt Institutsleiter Beat Fasnacht gegenüber Radio SRF.

Als erste Massnahme hat das Institut fünf Vollzeitstellen abgebaut. Sieben Mitarbeitende sind davon betroffen. Das Personal wird am Dienstagnachmittag über diesen Schritt informiert. Das heisse nun aber nicht, dass die ganze «Guglera» gefährdet sei, sagt Beat Fasnacht weiter. Aber wenn auch in Zukunft immer weniger Jugendliche nach Giffers kämen, müsste er diesen Bereich des Instituts schliessen. Für ihn sei es stossend, dass weder die Krankenkassen noch die Invalidenversicherung Adipositas als Krankheit anerkennen.