Am Freiburger Stadtrand soll der Wohnraum gefördert werden

Das Plateau d'Agy zwischen Autobahnausfahrt Freiburg Nord und dem Eisstadion ist schlecht genutzt. Der Gemeinderat von Granges-Paccot will künftig verdichtet bauen lassen – und Wohnungen den Vorzug geben.

Viel Verkehr, Firmengebäude dahinter.

Bildlegende: Entlang der Murtenstrasse haben sich viele Firmen angesiedelt. SRF

Die gute Nachricht für die Land- und Firmenbesitzer: Die Ausnutzungsziffer auf dem 200'000 Quadratmeter grossem Gelände zwischen Autobahnausfahrt Freiburg Nord und dem Freiburger Eisstadion soll deutlich erhöht werden. Es darf also mehr gebaut werden. Die schlechte Nachricht für die Firmen: Es soll vor allem mehr Wohnraum geschaffen werden. Denn in den letzten 40 Jahren herrschte Wildwuchs. Ein Einkaufszentrum reiht sich ans andere, eine Tankstelle folgt auf die nächste.

Karte

Bildlegende: Das Gebiet nördlich von Freiburg hat sich stark entwickelt. Google Maps

«Wir wollen verdichten und mehr Lebensqualität schaffen», sagt Marjorie Jaquet a Marca, Gemeinderätin von Granges-Paccot und verantwortlich für die Raumplanung. «Eventuell müssen Firmen langfristig wegziehen oder einen Teil ihrer Aktivität auslagern.»

Freude und Sorgen bei Firmenbesitzer

Centre Riesen verkauft Haushaltgräte und ganze Küchen. Die Firma zog vor 40 Jahren als erste auf das Plateau d'Agy. «Dass wir unser Firmenareal stärker überbauen dürfen ist positiv», sagt Geschäftsführer Christian Riesen.

Allerdings möchte er falls nötig auch ein Lagerhaus bauen können und nicht nur Wohnungen. «Wenn das Überleben der Firma dadurch gefährdet ist, habe ich Mühe.»