Auch Berner Gemeinderat will kein BLS-Depot im Riedbach

Die Standortwahl sei heikel, meint der Gemeinderat. Vertreter beider Seiten setzten sich am Montag zu einer Aussprache zusammen, nachdem die BLS im ländlichen Berner Westen auf Widerstand traf. Das Bahnunternehmen will dort eine neue Werkhalle bauen.

Video «Kritik an BLS-Projekt» abspielen

Kritik an BLS-Projekt

2:29 min, aus Schweiz aktuell vom 30.3.2015

Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) und Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) zeigten sich im Gespräch insbesondere auch unzufrieden über die Informationspolitik des Unternehmens. Die Stadt sei bisher nicht einbezogen worden und habe sich keine eigene Meinung bilden können.

Einzig ein unverbindliches Fachgespräch im Jahr 2013 habe es gegeben, schreibt die städtische Präsidialdirektion in einer Mitteilung vom Montag. Dies sei für eine Planung dieser Tragweite nicht ausreichend. Die BLS habe danach kein vertieftes Gespräch mit der Stadt mehr gesucht.

In einem ersten Gespräch informierte die BLS-Spitze die Stadt nun über die Standortsuche und das Vorgehen. Zum Projekt selber und zur Standortfrage will der Gemeinderat erst eigene Abklärungen treffen, bevor er Stellung bezieht, wie er heute mitteilte.

Im Sommer wollen sich die beiden Parteien erneut treffen und die Gespräche konstruktiv weiterführen, wie beide Seiten betonten.

Die Kritik

Der Gemeinderat erachtet den von der BLS bevorzugten Standort in Riedbach als heikel. Das Gebiet im Westen von Bern sei eine intakte und hochwertige Landschaftskammer von grossem Nutzen für Landwirtschaft und Naherholung und daher kaum geeignet für das geplante Projekt.

Sendung zu diesem Artikel