Auch bernische Lehrerinnen und Lehrer sind unter Druck

Lehrpersonen im Kanton Bern fühlen sich immer mehr belastet: Durch zunehmenden Administrationsaufwand, durch grössere Klassen, durch die Integration von fremdsprachigen Kindern.

Blick in ein Klassenzimmer mit heraufgestellten Stühlen.

Bildlegende: «Teamteaching» wäre eine Möglichkeit, um die Lehrer zu entlasten. Keystone

Eine Studie aus der Stadt Zürich zeigt: Jede zehnte Lehrkraft ist emotional so stark erschöpft, dass das Risiko eines Burn-outs beträchtlich ist. Eine Umfrage bei mehreren Lehrerinnen und Lehrern vor der Delegiertenversammlung des bernischen Lehrerverbands (Lebe) in Bern zeigt, auch die Lehrkräfte im Kanton Bern fühlen sich zunehmend belastet.

Die Ursachen sind vielfältig: Zunehmender Administrationsaufwand, immer mehr Weiterbildungen, die Integration von fremdsprachigen Kindern. Ein Lehrer, der Oberstufenschüler unterrichtet, sagt: «Ich habe in der letzten Zeit zu meinem 100 Prozent-Pensum noch vier Weiterbildungen besucht. Das ist einfach zu viel.» Vor allem junge Lehrer können laut einem befragten Schulleiter schlecht mit den zunehmenden Ansprüchen von Schulleitung, Kollegen, Eltern und Schülern umgehen. «Nach zwei, drei Jahren schmeissen sie oft den Bettel hin und gehen.»

Was tun, damit es den Lehrerinnen und Lehrern besser geht?

Die Vorschläge, wie man die Belastung vermindern könnte, sind ebenso vielfältig wie die Ursachen. Mehrmals aber fällt das Wort «teamteaching», das also mehrere Lehrer zusammen eine Klasse unterrichten. Weniger Weiterbildungen oder weniger Adminstrationsaufwand wird auch genannt. Und ein Lehrer, der sagt, er sei immer vor den Ferien sehr erschöpft, meint: «Man sollte uns einfach mal unterrichten lassen, keine Weiterbildungen und keine Informationsveranstaltungen.»