Auch die Berner Kantonalbank spürt die tiefen Zinsen

Die tiefen Hypothekarzinsen haben bei der Berner Kantonalbank zu einer Einbusse des Ertrags in diesem Bereich geführt. Unter dem Strich konnte die Bank ihren Gewinn dennoch leicht steigern.

Blick auf die Fassade der Berner Kantonalbank.

Bildlegende: Die Berner Kantonalbank musste auch ihren Aufwand reduzieren und baute gut 30 Stellen ab. Jörg André/SRF

Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat 2014 trotz eines spürbar tieferen Zinserfolgs leicht mehr verdient. Der Gewinn nach Steuern stieg um 0,2 Prozent auf 130,4 Millionen Franken.

In dem anspruchsvollen Marktumfeld mit historisch tiefen Zinsen sei der Erfolg aus dem Zinsgeschäft um 7,7 Prozent auf 304,5 Millionen Franken gesunken, teilte die BEKB mit. Dies lag insbesondere daran, weil auslaufende Festhypotheken zu deutlich tieferen Zinssätzen verlängert wurden.

Angesichts des schwierigen Zinsumfelds habe die Bank ein gutes Jahresergebnis erzielt, erklärte BEKB-Chef Hanspeter Rüfenacht. Er rechne damit, dass die anhaltende Tiefzinsphase weiterhin auf die Margen drücken werde.

Der Geschäftsaufwand wurde um gut sieben Prozent reduziert, vor allem weil im Vergleich zum Vorjahr eine ausserordentliche Zuweisung an die Pensionskasse wegfiel. Insgesamt wurden 34 Stellen abgebaut.