«Bern ist eine Hochburg der Literatur»

In Bern geht zum ersten Mal das Lese-Fest «Aprillen» über die Bühne. Zu hören und sehen gibt es Lyrik, Buchtaufen und Auftritte von Autoren mit Musikern.

Franz Hohler und Regula Gerber.

Bildlegende: Franz Hohler liest am ersten Abend des «Aprillen» mit musikalischer Begleitung von Regula Gerber. zvg

«Wir schauen jetzt mal, wie es kommt», sagt Autorin Sandra Künzi, die zusammen mit Tabea Steiner das Festival ins Leben gerufen hat.

Am Anfang der Idee stand die Buchtaufe von Künzis eigenem Buch: «Die wollte ich im Schlachthaustheater machen, aber als einzelne Autorin ist das praktisch unmöglich.» Das Festival soll da jetzt Hilfe bieten: Es ermöglicht eine gemeinsame Plattform für Berner Autoren. Schliesslich habe Bern eine äusserst aktive Literaturszene.

Neben Berner Buchtaufen finden auch Lyrik-Lesungen und Lesungen mit Musikbegleitung statt. «Das gibt es so noch nicht in Bern», erklärt Sandra Künzi im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Ihr gehe es darum, ein breites Publikum für die regionale Literatur zu begeistern.

«Im besten Fall kommen die Leute einfach vorbei, ohne genau zu wissen, wer gerade liest», erzählt Künzi voller Elan. Aus diesem Grund hätten sie auch ein wiederkehrendes Programm: Lyrik, Buchtaufen und Wort-Musik-Kombinationen finden an jedem Tag jeweils zur gleichen Zeit statt. «Die Leute sollen sich denken: Ich gehe jetzt mal essen und danach ans Aprillen Lyrik hören.»