Bernaqua-Deckeneinsturz wegen Pfusch der Monteure

Im April 2011 stürzte ein Teil der Decke des Erlebnisbades Bernaqua im Westside in Bern ab und verletzte zwei Personen. Schuld daran ist der Pfusch der Deckenbaufirma, urteilte nun die bernische Staatsanwaltschaft.

Im April 2011 stürzte ein Teil der Decke im Bernaqua-Bad ab

Bildlegende: Im April 2011 stürzte ein Teil der Decke im Bernaqua-Bad ab. Der Grund ist fehlerhafte Montage. Keystone

Ein Gutachten der Eidgenössischen Materialprüf-Anstalt EMPA listet eine ganze Reihe von Fehlern und Mängel bei der Aufhängung und der Montage auf, die in ihrer Gesamtheit zum Absturz der Decken-Elemente führen mussten.

Weil die Deckenbaufirma folglich die Regeln der Baukunst verletzt und damit eine Gefährdung herbeigeführt habe, verurteilte sie die bernische Staatsanwaltschaft im Juni 2015 per Strafmandat zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen, bedingt auf zwei Jahre. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Teures und langes Verfahren

Dazu muss das Unternehmen Verfahrenskosten von über 200'000 Franken bezahlen. Ein Grund für die hohen Kosten sei das sehr komplexe und aufwendige Gutachten der EMPA, sagt die bernische Staatsanwaltschaft.

Mit über vier Jahren ist das Verfahren auch sehr lange gegangen. Hat damit zu tun, dass auch noch andere, zivilrechtliche Verfahren im Gang waren. Die Migros Aare und die Totalunternehmer, die das Zentrum Westside gebaut haben, haben sich inzwischen aussergerichtlich geeinigt.