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Bern Freiburg Wallis Berner Asylbehörden packen jedes verfügbare Bett

Die Gemeinde Wohlen kann in Hinterkappelen 18 Wohncontainer zur Aufnahme von Flüchtlingen aufstellen. In Täuffelen wird ein Wohnhaus zum Wohnheim für minderjährige Asylbewerber. Im Kiental hilft ein Hotel mit freien Zimmern aus. Bei der harzigen Suche nach Asylunterkünften geht es etwas vorwärts.

Ein Kran stellt in Hamburg Wohncontainer für Flüchtlinge auf.
Legende: Wohncontainer als Flüchtlingsunterkünfte werden in ganz Europa aufgestellt - hier im Sommer 2015 in Hamburg. Keystone

Die Baubewilligung für die provisorische Containersiedlung an der Dorfstrasse in Hinterkappelen gilt für fünf Jahre. Die Einwohnergemeinde Wohlen hatte das Baugesuch Mitte September eingereicht.

Satellitenbild von Hinterkappelen
Legende: Auf dem Areal der Dorfstrasse 29 sind die Container vorgesehen. Googlemaps

Der Kanton Bern hatte die Gemeinde Wohlen im Sommer zwingen wollen, die Zivilschutzanlage Hinterkappelen zu öffnen. Der Kanton wollte dort 100 Flüchtlinge unterbringen. Die Gemeinde Wohlen sträubte sich dagegen und bot als Alternative eine Baracke oder Wohncontainer an.

Am Freitag gaben der bernische Migrationsdienst und die Gemeinde Täuffelen im Seeland bekannt, dass ein privates Wohnhaus als Wohnheim innert weniger Tage für vorerst 40 unbegleitete minderjährige Asylbewerber umgenutzt werden kann.

Ja, wir sind etwas vorwärtsgekommen. Aber wir sind immer noch um jedes Bett froh
Autor: Claudia Ransbergerstv. Leiterin des bernischen Migrationsdienstes

Die bernischen Behörden bestätigen, dass in den letzten Tage und Wochen einiges in Bewegung gekommen ist. «Wir konnten einige Anlagen eröffnen und sind sehr froh. Denn wir haben immer noch nicht genug Betten», sagt die stellvertretende Leiterin des bernischen Migrationsdienstes, Claudia Ransberger. Und so ist auch der Kanton flexibler geworden, was er als Unterkunft akzeptiert. Noch vor wenigen Monaten waren Unterkünfte mit weniger als 100 Betten kein Thema.

Dass einzelne Flüchtlinge im Hotel Kientalerhof in der Gemeinde Reichenbach Unterschlupf gefunden haben, soll aber die Ausnahme bleiben. Da hatte die Direktion freie Zimmer kurzfristig angeboten.

Aber - zum Beispiel geschlossene Hotels zu aktivieren wie in der Vergangenheit, das ist durchaus eine Option. «Wir haben einige Objekte angeschaut. Aber wir brauchen Gebäude, die zonenkonform sind und bei denen wir keine Baubewilligung brauchen, das geht viel zu lang,» so Claudia Ransberger. Vorbehalten sind auch Brandschutzvorschriften der Gebäudeversicherung.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peach Meier (Peach Meier)
    Das ist einfach nur krank! Ich will eine repräsentative Umfrage in der Schweiz, wer das will! Nach meinen Gesprächen wollen ca. 85% absolut keine Flüchtlinge/Asylanten/Migranten hier! Und wenn das gesamt schweizerisch auch so ausschaut ist sofort aufzuhören damit! Was fällt denen da oben eigentlich ein?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Langsam stellt man sich die Frage, wieviele all dieser eingewanderten "Asylbewerber" den wirklichen Flüchtlings-Status bekommen und wie schnell die "abgewiesenen" Asylanten das Land verlassen werden oder bereits haben! Immer liest man von noch mehr neuen "Betten", die gesucht werden, aber nie Zahlen von den zurückgeschickten Leuten, die vom BFM (und all denen Beamten) nicht anerkennt werden konnten! Würden wirklich bis zu 85% nicht anerkennt, so hätten wir immer noch unzählige leere Betten!
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