Berner Grüne fordern ein Fracking-Verbot

Im Kanton Bern soll die Gewinnung von Schiefergas mit der Fracking-Methode verboten werden. Die Grünen lancieren dazu eine Volksinitiative.

Ansicht eines Bohrturms

Bildlegende: In den USA wird mittels Fracking Gas gewonnen. Keystone

Die Initiative der Grünen will das Fracking im Kanton Bern verbieten. Sie wird von der Umweltorganisation Pro Natura und von der EVP unterstützt. Das Begehren trägt den Titel «Stopp Fracking - Keine Vergiftung unserer Böden durch Erdgasförderung». Fracking vergifte Boden und Wasser, untergrabe die Energiewende, belaste das Klima und produziere gefährliche Abfälle, erklärten die Initianten vor den Medien.

In den USA seien die verheerenden Folgen von Fracking schon heute sichtbar. Die Initiative solle verhindern, dass es im Kanton Bern jemals zur Förderung von Schiefergas komme. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in tief liegendes Schiefergestein gepresst. So kann Gas gewonnen werden, das vorher unzugänglich war. Die Grüne Partei Schweiz strebt ein nationales Verbot an. Der Bund hat dafür bislang keine Rechtsgrundlage, denn der Abbau von Bodenschätzen ist Sache der Kantone. Dementsprechend bemühen sich Grüne und Umweltschützer auch in mehreren Kantonen um ein Fracking-Verbot.