Berner Grüne ziehen mit neuer Parteileitung in die Wahlen

Die Gewerkschafterin Natalie Imboden und der Naturwissenschaftler Jan Remund haben das Ruder von Blaise Kropf übernommen. Dieser muss wegen der parteiinternen Amtszeitbeschränkung nach acht Jahren an der Spitze den Präsidentensessel räumen.

Natalie Imboden und Jan Remund

Bildlegende: Das neue Führungsduo der Grünen: Natalie Imboden und Jan Remund. Christian Liechti/SRF

Die Berner Grossrätin Natalie Imboden und der Könizer Parlamentarier Jan Remund werden Anfang April die neue Ko-Präsidentin und der neue Ko-Präsident der Grünen des Kantons Bern. Die Delegierten haben sie am Dienstagabend zu den Nachfolgern von Blaise Kropf gewählt.

Die 44-jährige Gewerkschaftssekretärin Imboden aus der Stadt Bern und der 46-jährige Naturwissenschafter Remund aus Köniz waren an der Versammlung in Bern unbestritten. Eine Findungskommission und der Vorstand hatten die Grossrätin und den Gemeindeparlamentarier vorgeschlagen. Blaise Kropf konnte nach Erreichen der maximalen Amtszeit von acht Jahren nicht mehr weitermachen. Dies ist eine parteiinterne Regelung.

Natalie Imboden sagte in einer Kurzrede vor den Delegierten, die Grünen müssten eine Politik «nahe bei den Menschen» machen. Jan Remund sprach sich seinerseits für die Fortsetzung der Landstrategie aus und sagte, die Grünen müssten ihre Ziele nicht gegen die Wirtschaft zu erreichen versuchen. Sie müssten klar machen, dass grüne Politik auch in deren Interesse sei.

Grüne lancieren Initiative

Die Partei hat weiter beschlossen, die Initiative «Ja zu den bewährten Prämienverbilligungen - Für Familien und Mittelstand» zu lancieren. Damit wollen die Grünen die Prämienverbilligungen im Kanton Bern auf den Stand von Anfang 2013 zurückführen. Es geht um 35 Millionen Franken und 86'000 Betroffene.